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Website Rapperswil: Strategie Aufmerksamkeit

Die Stadt Rapperswil – in der ich wohne – hat eine neue Website aufgeschalten. Ich hatte in den Printmedien darüber gelesen, dass sie nicht so der Hammer sein sollte – und deshalb gedacht, sie sei wohl zu innovativ.

Leider hatte diesmal der Journalist trotz Web-thema halbwegs recht… (Allerdings hatte er vor allem den Splash-Screen mit den grobkörnigen Fotos bemängelt – was fast noch das Beste an der Website ist.)

Habe mal kurz ein paar Unschönheiten in den folgenden Screenshots aufgelistet. Natürlich sind einige Details auch Geschmackssache – das meiste allerdings schlichtweg nicht würdig für eine Website, die 2011 erstellt wurde und Kosten im Bereich 5- bis 6-stellig verursacht hat. Auf die Bilder klicken für Grossansicht. Das muss besser gehen, Jungs.

Nach 12 Jahren beruflicher Tätigkeit in Webagenturen, würde es mich sehr überraschen, wenn jemand vom Fach von dieser Website begeistert wäre. Das geht doch besser. Wie findet ihr das so? Bin ich völlig daneben mit der Kritik?

Der nicht sichtbare Spruch auf der Startseite hätte übrigens “charmant und urban” geheissen. Auf grösseren Auflösungen hat man die Chance, das auch zu lesen.

PS: ich hatte letzthin über den Einsatz von Social Media in den grösseren Gemeinden im Kanton Luzern geschrieben. Mit zero Integration von bürgernahen Kanälen schneidet Rapperswil noch schlechter ab als diese Gemeinden, die auch viel Potential hätten.

Update 1: die Stadt hat sich per Telefon gemeldet
siehe Kommentar von mir unten

Update 2: Feedback von einem Facebook-User:

Update 3: Feedback in der Zeitung von Coande
Peter Vetter von Coande – die Agentur, die die Website grafisch designt hat – versteht die Kritik nicht. In einem entsprechenden Artikel in der Zürichsee-Zeitung zur Kritik an der Rapperswil-Website lässt er sich aus über Menschen, die Meinungen in Blogs veröffentlichen:

«Ob die Seite gut ist oder nicht, sollen richtige Experten entscheiden», sagt er. Er verfüge über positive Rückmeldungen von Leuten, die in einer anderen Liga spielten als diese Blogger.

Mich würde seine Meinung zu den in den obigen beiden Screenshots angebrachten konkreten Hinweisen auf offensichtliche Mängel interessieren. Nicht, ob nun Menschen, die online Meinungen austauschen per se in eine niedrige Kaste gehören. Dass coande nicht viel von Interaktion im Web hält, ist uns schon klar.

Update 4: Artikel in den Obersee Nachrichten
Die Obersee Nachrichten haben einen Artikel veröffentlicht über unsere Diskussion. In diesem Artikel sind wir also nun die Experten und scheinbar ist auch für Laien offensichtlich, dass da etwas falsch gelaufen ist. Das kann ja passieren. Hier der Link zum Artikel: Experten-Community prügelt auf neue Website der Stadt ein.

Kommentare unten bitte auch lesen.

Author: Sam Steiner

Ich berate Firmen zum wirksamen Einsatz der verschiedenen Web-Plattformen. Habe 12 Jahre Webagentur-Erfahrung, diverse Online-Communitys aufgebaut und beschäftige mich laufend mit den neusten Trends im Web. und Twitter. E-Mail: sam.steiner@alike.ch. Xing: Sam Steiner.

63 Comments

  1. Als Webdesigner bin ich einfach sprachlos. Grafisch ca. 10 Jahre verspätet. Als Einwohner von Rapperswil-Jona fassungslos und verärgert über das Kosten/Nutzen Verhältnis. Als Websitenbesucher der einen Dienst vom Onlineschalter in Anspruch nehmen wollte – erschrocken über die Usability.

  2. Mit ca 10 Jahre meinst du wohl “12 Jahre”, oder? Weisst du denn, wieviel das gekostet hat? Man hätte ja mit aktuellen Systemen etwas viel Wirkungsvolleres im tiefen fünfstelligen Bereich realisieren können.

  3. Einfach nur bedenklich… Aber eben leider nur ein Beispiel unter vielen Gemeinden/Städten. Scheint eine Seuche zu sein…

  4. @Pascal – hätten wir das nicht schon bei Oniva Metacom schlimm gefunden? Wann war das? Jahr 2000?

  5. “Ich habe einen Bruder, der hat eine Frau, die hat einen Neffen, der macht was mit Internet und so, der könnte die Seite machen….”

    Da ist ja mein selbstgebasteltes 2007ner Bloglayout moderner.

  6. Die E-Mail-Adresse oben ist übrigens auf allen Seiten ausser der erwähnten Startseite als Link anklickbar – und führt dann direkt zur … Startseite! Ist schliesslich auf dem gleichen Bild wie das Logo, wer würde da etwas anderes erwarten?

  7. Immerhin hat die Stadt mich nun per Telefon kontaktiert, und sich für das Feedback bedankt. Die zuständigen Stellen bei der Stadt haben eher (zu) wenig technisches Knowhow für ein solches Budget – scheint es mir.

    Screendesign war von der Firma “coande”, die eher im Printbereich anzusiedeln sind und eine Website haben, die wie ein PDF aus dem Jahr 2001 aussieht. http://www.coande.com/ (ihr Slogan ist auch “Form follows content”) Krass, dass eine solche Firma einen solchen Auftrag annimmt.

    Umsetzung von der Firma i-web.ch – die strategischer Partner der Gemeinden im Kanton St. Gallen sind. Ob das nun heisst, dass sie automatisch alle Aufträge kriegen, egal was sie umsetzen, erschliesst sich mir nicht. http://i-web.ch/

    Die Website kostet pro Jahr einen mittleren 5-stelligen Betrag für Betrieb und Entwicklung. Ich hoffe, die Reparatur der Website kostet mich als Steuerzahler nicht noch zusätzliches Geld.

    • Der Satz auf der Startseite von coande.com ist «Form follows content.» – mit *m*. (Was auch immer das heissen soll). So ein Tippfehler kann natürlich passieren, schliesslich kann man dort nichts kopieren, weil die Startseite von coande.com schlicht keinen Text enthält. Auch hier disqualifiziert sich die Agentur für Web-Projekte gleich selbst.
      Da ich nur ein gutes Dutzend Jahre professionelle Erfahrung im Web habe, Kürsli in Web-Publishing und PHP-Entwicklung besucht und drei Jahre lang Projekter in einer Web-Agentur war und dazu noch ab und zu BLOGGE, wird man bei coande auf meine Meinung aber keinen Wert legen.

  8. GOTTLIEB EISENRING 22. July 2011 at 16:46 Reply

    World Class. Swiss Made.
    Kein Web-Designer doch als User des WWW’s versteh auch ich das so was unter aller S… ist… Katastrophe. Da wäre auch die alte Side besser gewesen! (Sie ist ja sogar auch noch vorhanden wie z.B. im Tourismusbereich.. :-)
    Für meine Firma wäre es ein absolutes no go…

  9. @GOTTLIEB – mittlerweile hat die Stadt mindestens das Orange korrigiert :-) es ist jetzt grau, die LED-Tafel vor Rapperswil.

  10. Mit den grafischen “Issues” die du erwähnst, bin ich total einverstanden und hoffe dass daraus eine Verbesserung (statt nur eine Diskussion) resultiert…

    Zitat:
    “Barrierefreiheit-Gesetz für Gemeinde-Websites: Link
    Tests nicht bestanden: Link 1, Link 2, Link 3
    Ungültiges XHTML: Link”

    Wenn ein Blinder sich die Links deines Posts vorliest, hört er “…Link Link Link Link1 Link Link2 Link Link3 Link Link”. Passt irgendwie gut zum Thema “Barrierefreiheit”.

    Obwohl nicht validierende Websites in vielen Fällen vergrabene Probleme haben, wird Validieren oft fälschlicherweise als Qualitätsgarantie erklärt.

    Es kann zB besser sein, in XHTML 1.0 Strict nicht zu validieren als in XHTML 1.0 Transitional zu
    validieren:
    - Ich kann mit Transitional validieren und trotzdem Links in neuen Tabs/Fenstern öffnen etc.
    - Aber ich kann im Gegensatz dazu in Strict nicht validieren, weil ein inhaltlich irrelevantes Bild kein Alt-Attribut statt ein leeres (alt=””) hat. Kein Problem (ausser dass natürlich irrelevante Bilder ins CSS gehören würden)

    Ebenfalls kann ich validieren und alle Accessibility-Tests bestehen während alle Bilder das gleiche Alt-Attribut alt=”regenwurrrrm” drin haben und alle Links “Klick hier”-Links sind. Der Haupttitel kann ein p-Element sein und mit CSS vergrössert… usw.

    Bin aber gespannt auf die Rapperswil-Website in den nächsten Monaten… :-) Hast du eine Prognose dazu?

  11. :-) Ja, Link Link Link ist nicht so schön, das stimmt. Ich selbst müsste mich – würde ich Websites bauen wollen – noch intensiv mit dem Thema beschäftigen. Das Gesetz schreibt Barrierefreiheit den Behörden vor – alle anderen würden auch gut daran tun, da auf ein besseres Niveau zu kommen (wobei ich eben auch keine grosse Ahnung habe, wie die Situation in der CH so aussieht).

    Dass die Tests mit sinnlosen Attributen bestanden werden können, ist klar. Hier geht es primär um einen Hinweis eines Diskussionteilnehmers – und die Reaktion der verantwortlichen Person bei der Stadt Rapperswil war “da bin ich aber überrascht, das zu hören”. Deshalb habe ich es also Info nachträglich in den Artikel eingebaut – weil sich mehr Menschen mit diesem Thema (und eben diesem Artikel) beschäftigen werden müssen in nächster Zeit.

    Prognose zur Rapperswil-Website: wir könnten in einer Woche ein besseres Alternativ-Portal für Rapperswil bauen – in besserem Design, viel günstiger (also CHF 40k/Jahr) und viel besser an das heutige (interaktive) Web angebunden. Und sonst wird die Stadt dringend nachbessern müssen. Leider denke ich, wie ich herausgehärt habe, werden zurzeit nur kleinere Verbesserungen der Startseite geplant. Diskussionen wird es aber geben.

    Klar ist für mich: auch wenn alle Fehler, die ich in den Screenshots angesprochen habe, korrigiert werden, sowie alle Barrierefreiheit-Probleme – ist das keine gute Website. Und ich glaube, die Stadt wird eher einfach mal eine Weile mit diesem Missgeschick leben (was leider auch für mich aus Steuerfränkli-Sicht der einzige Weg ist).

    Konkrete Learnings aus diesem Projekt wären aus meiner Perspektive:

    1. der Projektleiter auf Stadt-Seite muss bei solchen Projekten ein Web-Heavy-User sein, sonst kann er gar nicht früh genug merken, dass die Printagentur keine Ahnung von Web hat. Ein Web-User sieht das auf den ersten Blick der coande-Website (nicht?)

    2. grundsätzlich, wenn eine Agentur wie i-web der strategische Partner aller Gemeinden im Kt. St. Gallen ist, sollten frühzeitig Alarmglocken läuten. Sie schreiben prominent auf ihrer Website, dass sie das seit 1999 machen und der Eindruck von 1999 zieht sich bis heute durch. (auch hier würde ein Web-User als Projektleiter das früh erkennen)

    3. wenn man keine entsprechende Person zur Verfügung hat (gegen Bezahlung würde man doch jemand finden, notfalls würde ich einspringen), sollte man das Screendesign zumindest extern begutachten lassen von Personen, die Ahnung haben, bevor die Umsetzung los geht. Das ist hier nicht passiert, wie man sieht.

    Es stellt sich auch die Frage: wie kann im Jahre 2011 eine Stadt mit 25’000 Einwohnern ein solches Budget fürs Web haben und null Interaktion mit der Bevölkerung einbauen? Das Web war früher eine Ansammlung von Servern – heute ist es ein Netzwerk aus Menschen. Genau als allererstes geht es doch bei politischen Gemeinden um Menschen/Bevölkerung – genau bei politischen Gemeinden sollten Interaktion an erster Stelle stehen.

    Die Aussage am Telefon aber war: wir beobachten die Entwicklung. NEIN! Gemeinden sollten die Entwicklung vorantreiben. Dazu müsste aber eben jüngeres Blut in diesen Gremien sitzen oder zu Social Web Beratungen eingeladen werden.

  12. Offener Brief an den Stadtrat von Rapperswil-Jona:

    Sehr geehrte Damen und Herren Stadträte

    Gibts bei der Stadt Rapperswil-Jona wirklich niemanden, der wenigstens den Hauch einer Ahnung hat, was eine professionelle Website ist?
    Darf ich Ihnen einen Tip geben: Schalten Sie die neue Site unverzüglich aus und reaktivieren die alte. Weil mit dem, was jetzt online ist, machen Sie sich täglich lächerlich und zum Bastelclown.
    Dann gehen Sie zu einer professionellen Creative Agentur und lassen sich vernünftige Konzepte vorstellen.
    Dann lassen Sie sich das gewählte Projekt von einer ungarischen Website Programming Company für ein paar tausend Euro innert Wochenfrist vernünftig ausprogrammieren.

    Ich beginne gar nicht erst mit Kritik. Diese Website ist dermassen himmelschreiend unprofessionell und handgestrickt, dass sich jeglicher Kommmentar erübrigt.
    Mit dem herzlichen Wunsch auf gute Besserung:
    Freundliche Grüsse
    HP. Jaeger

  13. mal davon abgesehen, was die seite wohl gekostet hat – was sicher am ärgerlichsten ist: die seite einer gemeinde muss in erster linie informativ sein. ich hoffe, dass sie das zumindest ist.
    die seite unserer gemeinde ist vom design und technik auch nicht gerade aktuell, aber zumindest finde ich was ich brauche. http://www.rupperswil.ch (ja, es unterscheidet sich wirklich nur durch ein u)
    wer sich jedoch gerne mal wieder so 10-15 jahre zurückversetzt sehen will, der klicke auf die links “schulen” und “feuerwehr” ;)

  14. Hatten einen Abfallreminder abonniert. Nun mit der neuen Seite scheint auch unser Abonement verloren. Jedenfalls muss man sich nach eingang einer Infomail neu anmelden. Es ist davon auszugehen, das ein Abonennt sein Infomail nicht nur aufgrund einer neuen Visitenkarte im Netz abbestellen möchte. Daher wäre eine normale Datenmigration das sinvollste gewesen. Möglicherweise kennt sich bei den Umsetztern niemand damit aus?

    ….sie hatten im alten Auftritt eine Abfallreminder abonniert. Möchten Sie diesen weiterhin erhalten, müssen Sie ein neues Benutzerkonto eröffnen: https://secure.i-web.ch/gemweb/rjkalender/de/toolbar2/myservice
    Hier können Sie für Ihren Abfallkreis den Reminder und andere Dienste abonnieren.

  15. Ich gratuliere de Stadt Rappi zu dem polivalänte glungene Taläntförderigsprojekt!
    En Chindergartewettbewerb!
    Mit fründlicher Underschtützig vom Wurschtchranz und vom katolischä Chilächor.

    Uuszug us em Gsprööch mit em Wettbewerbgwünner Fritzli:

    Sunäschirm!! Sone guäti Idee! Häsch die sälber zeichnet?
    Aha! mit dinere Handycam?!
    Und all die Pünktli….
    Das isch de Räge.
    Ja bi ois regnets vill, gäll?
    Und näblig isch es au! wi bi ois im Herbscht.
    Git schöni sanfti Farbe.
    Und das schwarz-graue uf de lingge Siite?
    Das isch die dunkli, schwarzi Nacht.
    Mhmm – du häsch dir da vill, vill überleit!
    So vill Bezüg und impliziti Querverwiis zu oisere Twin-Ssitti! Bsunders zu Jona!

    So Fritzli:
    Du chunsch scho bald in 2. Chindsgi.
    Gits da dänn au wider en Wettbewerb?
    De Umfahrigstunnel?
    Mit Schubimehl?
    Wow! Da simmer ja denn mal gschpannt!

    Tankä Fritzli für das Gschprööch!

  16. Die Frage warum eine solche Firma einen solchen Auftrag annimmt finde ich sehr gut. Ich frage mich aber auch, warum eine solche Firma einen solchen Auftrag überhaupt bekommt? Da kommen mir erhebliche Zweifel an der seriosität der Stadt auf. Anscheinend muss man da nur die richtige Person kennen. Dies mal meine böse Unterstellung. Hier wurde offensichtlich keine seriöse Ausschreibung und Auswahl getroffen, geschweige denn es gab überhaupt ein Auswahlverfahren. Die Ausrede der Unwissenheit, zu wenig know-how bei den Verantwortlichen der Stadt, kann nicht gelten, denn auch dies ist äusserst unseriös. Die Verantwortlichen müssen vom Fach sein. Man kann da nicht einfach einen Kindergärtner für diese Aufgabe nehmen, nur weil dieser von der Stadt angestellt ist. Äusserst bedenklich was für dubiose Geschäfte/Personen mit unseren Steuergelder unterstützt werden. Auch für diese Firma ist es absolut keine gute Referenz. Peinlich und bedenklich.

  17. “Die Verantwortlichen müssen vom Fach sein.”
    Der Gemeinderat besteht (wenn es sich nicht um eine grössere Stadt handelt) aus ehrenamtlichen Mitgliedern. Also Laien auf vielen Gebieten die Sie behandeln müssen. Die Verantwortlichen können gar nicht vom Fach sein.
    Jedoch würde ein Auswahlverfahren solche Fehler minimieren.

  18. @Dani – ja, aber wenn sie wissen, dass sie nicht vom Fach sind und es um die Präsentation nach aussen (Image) geht (ganz zu schweigen vom Geld), dann müsste man eine unabhängige Fachperson beiziehen – was hier ganz offensichtlich nicht passiert ist.

  19. Na gut, auch wenn sie nicht vom Fach sind, gibt es zahlreiche Onlineagenturan, bsw anerkannte Werbeagenturen, Webseiten-Entwickler oder wie die alle heissen. Die wären dann vom Fach. Wie kommt man auf die Idee eine solche Firma zu wählen? Selbst als nicht-vom-Fachmann, kann man kriterien aufstellen und sich beraten lassen anstatt einfach den nehmen den man persönlich aber nicht fachlich kennt. Man kann aus budgetgründen eine “etwas schlechtere” Agentur wählen, doch dies ist ja so himmeljehnseits entfernt von etwas schlechter….

  20. und seit wann, sind Sonnenschirme und jetzt neu Strassenkind? (total urban) Merkmale der Stadt Rapperswil? Gerade ein Hauptbild muss charakteristisch und räpresentativ sein für die Stadt. Von der Bildqualiät reden wir jetzt nicht, die worde offenbar extra so gewählt. Dass diese nicht zu der restlichen Bildsprache passt würde glaub auch ein nicht-Fachmann sehen.

  21. @Manfred: Wie kommen Sie dazu, eine solche Firma zu wählen? Ich denke, Sie haben genau das gemacht, was Du beschrieben hast: Sie haben eine Onlineagentur/Werbeagentur gewählt und deren fachlichen Knowhow vertraut. Kleiner Teufelskreis für Laien ;)

  22. Hat denn jemand in meinem Namen diesen Artikel an die Presse weitergeleitet?

    Ich hatte den Link der Gemeindeverwaltung zugemailt – aber nicht an die Presse. Entweder hat jemand in der Gemeindeverwaltung (kann mir vorstellen, dass auch da einige nicht zufrieden sind) den Link weitergeleitet oder jemand, der sonst irgendwie diesen Artikel gelesen hat. Aber scheinbar kam das mit meinem Namen als Absender an – unschön, finde ich.

  23. «Ob die Seite gut ist oder nicht, sollen richtige Experten entscheiden», sagt er. Er verfüge über positive Rückmeldungen von Leuten, die in einer anderen Liga spielten als diese Blogger.

    Siehe Update 3 oben im Artikel zum Denken von Peter Vetter von der coande – Menschen, die online Meinungen anbringen, spielen in tiefen Ligen. Link zum Artikel: Harsche Kritik an der neuen Website (Rapperswil)

    Zeigt mir etwas von seiner Lige, wenn er die offensichtlich und klar aufgezeigten Mängel (siehe meine beiden Screenshots) verkennt. Haben sie echt vor, diese nicht zu korrigieren?

  24. Pingback: Peter Vetter, coande | Web Wirk Sam

  25. Wenn Printmedien- und Briefkopf-Produzenten eine Webseite gestalten, dann können sie gut mal daneben liegen. Verständlich, wenn sie dann auch nicht verstehen, wenn ein im Web Einheimischer in seinem Blog die Fehler anprangert.
    Aber dann so fadenscheinig auf “richtige Experten” verweisen wollen und damit das Gefühl haben, die Kritik sei abgewiesen? Ich weiss nicht – “sisch Internet, ned es Büechli”!

  26. Die Gemeinde Rapperswil kann sich glücklich schätzen, wenn sie fortan für ein günstiges Sitzungsgeld von deinem Know-how profitieren darf, was du ja dem Zeitungsartikel zufolge angeboten hast. Meine Wohngemeinde (eine Nachbargemeinde von Rapperswil) macht das übrigens auch so. Einwohner, die vom Fach sind, konsultieren – sogar, während die neue Website noch in Arbeit ist.

  27. Nun, so richtig peinlich ist das eigentlich vor allem für die Firma i-web.

    Dass die Stadt keine Ahnung von Internet hat, kann man ihr ja nicht übel nehmen. Natürlich, ein externer Berater hätte sicher nichts geschadet…

    Dass coande keine Ahnung von Internet hat, hätte aber i-web nicht nur auffallen, sondern ein NO-GO auslösen müssen. Auch wenn man über die grafische und technische Qualität von i-web-Auftritten durchaus diskutieren kann…

    Das ist jedenfalls nur traurig und schade um jeden investierten Franken und jede Arbeitsstunde.

    • Sehe ich genau so wie Lukas. Knüpft an meinen Tweet an, in dem ich gefragt habe, warum i-web dann so etwas umsetzt. Offenbar waren da mehr finanzielle Interessen dahinter.

      Des weiteren sehe ich es genau gleich. Als ich auf die Website gekommen bin, habe ich lustigerweise genau das Gleiche festgestellt. Navigationen macht man heutzutage mit ul/li Elementen und nicht mit Tabellen. Tabellen sind da um auch Tabellen darzustellen.

      Und verschiedene Typo’s zu verwenden. Schrecklich.

      Wäre ich Steuerzahler in Rapperswil-Jona: mir würde es weh tun.

      Und lieber Herr Vetter: gegen Blogger (die hier zu Lande auch einigermassen bekannt sind) zu schiessen ist nicht gerade die beste Idee.

  28. Ich würde lieber dann noch in einem anderen Artikel über die Form “Blog” diskutieren. Nicht hier. Die Aussage von Peter Vetter gegen Blogger war ja ganz klar unüberlegt und gegen das eigene Prinzip (es steht ja zuvorderst auf ihrer Website, dass die Form dem Inhalt folgt).

    Hier geht es also nicht um Blogs als Form, sondern um das Projekt “Neue Website Rapperswil-Jona” und dass wir da immerhin schon den Inhalt sehen, die Form aber dem Content bisher nicht gefolgt ist (das mag Geschmackssache sein). Vor allem ist die “Form” voll von technischen Mängeln, die einfach damit abgetan werden, dass irgendwelche unbekannten “Experten” die Website cool finden.

    Diese Aussage ist nichts wert, ohne die “Experten” zu nennen. Wenn wir hier in einer tieferen Liga spielen als diese “Experten”, OK OK, dann will ich aber Namen hören von Personen, die seit mehr als 12 Jahren in diesem Bereich arbeiten und Ausgezeichnetes vorzuweisen haben.

  29. Danke Sam dass du dir all diese Schmerzen annimmst. Wie schon per Twitter gesagt, die Seite ist einfach schrecklich.

    Doch anstatt, dass wir alle rumweinen, könnten wir ja eigentlich patches für das CSS File schreiben, dass die Webseite schöner wird, sozusagen Crowd-Fixing. =)
    Ich hätte da mal ein paar:

    ========================

    /* schönere Seitenleiste: */

    #rightcol {
    float: right;
    margin: 0;
    padding: 0 10px;
    width: 171px;
    }

    /* Schriftart richtig in der Seitenleiste */

    #rightcol h3 {
    font-family: ‘Arial,Verdana,Helvetica,Sans-Serif’ !important /* ist hardgecoded Times, #fail */
    }

    /* Hauptmenu immer mit rechten grauen Abständen */

    #follow #nav1 li {
    background: none repeat scroll 0 0 #FFFFFF;
    border-right: 2px solid #E2E4E5;
    float: left;
    height: 16px;
    line-height: 16px;
    margin: 0;
    padding: 2px 0 2px 9px;
    width: 110px;
    }

    #follow #nav1 li#nav176723 {
    border-right: none;
    }

    ===================

    Mal schauen mit was für fixes ihr noch kommt :)

  30. OMG! Ich hätte ihnen vermutlich für 100.- eine bessere Seite gemacht auch wenn ich eigentlich kein Webdesigner bin. Höchstens von bisschen zum Spass ;-)

    Aber das scheint überall zu sein. Die Leute die da arbeiten, verstehen einfach nichts davon und winken dann sowas durch.

    Ich finds einfach eine Frechheit, sowas abzuliefern wenn man soviel Geld einstecken darf.
    Ich muss ganz ehrlich sagen, ich hätte ein schlechtes Gewissen die Leute über den Tisch gezogen zu haben.

  31. Die Aussage ist, wie du bereits gesagt hast, nichts wert. Ich sehe mich nicht als Experten, bei weitem nicht, dafür sind meine Webdesigns schlicht zu schlecht um mitzuhalten. Aber nur schon der Versuch die Kritik so abzuweisen und zu denken damit sei es im Web 2.0 getan ist meiner Ansicht nach mehr als fahrlässig. So far.

    Was i-web betrifft: Vielleicht hat der Claudio da Recht und es ging für Sie in erster Linie tatsächlich nur um das Geld, denn das die von i-web mehr drauf haben beweist nur schon die etwas besser gelungene Webseite meiner Wohngemeinde: http://www.moerschwil.ch/ (welche aber übrigens ziemlich lange brauchte bis das mal zu stande kam).

    Bin gespannt wie sich die Sache entwickelt.

  32. Pingback: Ich bin halt auch nur ein Blogger

  33. «Ob die Seite gut ist oder nicht, sollen richtige Experten entscheiden», sagt er. Er verfüge über positive Rückmeldungen von Leuten, die in einer anderen Liga spielten als diese Blogger.

    gehören doch blogger in die höchste liga!

    ob der herr weiss, dass meinungen von mitarbeitern aus beteiligten firmen nicht als positive rückmeldungen zählen. das ist wie bei wettbewerben und deren ausschlussklausel…

  34. Ich bin ja nicht Web-Designer und kann darum nicht fundiert, sondern aus dem Bauch urteilen: Die Webseite ist schrecklich!!
    Es scheint so, dass die Agentur in Sachen Print recht gut ist (zumindest nach den Beispielen auf Ihrer Webseite zu urteilen). Das Internet Zeitalter scheinen die aber total verschlafen zu haben!

  35. @Dominik – ich würde nicht sagen verschlafen. Sie sind einfach keine Web-Agentur und werden es nie sein. Ihre Website ist praktisch ein (schlecht komprimiertes) PDF. Und es war ein Montag.

    Allerdings an der Überheblichkeit, die im Zitat von Peter Vetter rüber kommt, scheint mir: sie hatten gar nie im Sinn, eine Website zu designen, die ankommt – solange ihre fiktiven Experten der anderen Liga nicken und die Kohle stimmt: gut.

    Bin weiterhin dankbar um Leute, die in Twitter, Google+ und Blogs helfen, solchen Abzockereien einen Riegel vorzuschieben. (Auch anderswo)

  36. Hab mir mal ihre Website genauer angeschaut. Die Firma hat anscheinend schon ziemlich viele Design-Preise gewonnen und hat auch schon ziemlich viel Erfahrung im Print- und CI-Bereich.

    Allerdings scheinen viele Leute nicht verstanden zu haben, dass man Printdesign nicht mit Webdesign vergleichen kann. Die Coande-Website ist wie eine Powerpoint-Präsentation. Oder wie ein Magazin. Eine vernünftige Website ist das nicht.

    An meinem Arbeitsplatz ging das mal ähnlich. Ein Webdesign und eine CI wurden von einer Agentur mit viel Erfahrung in Printdesign erarbeitet und relativ teuer bezahlt. Schlussendlich wurde von meinem Arbeitskollegen – ausser Informatiklehre keine weitere Ausbildung – eine wesentlich hübschere und zweckmässigere Website erstellt. Der ganze Designprozess war also nichts weiteres als ziemlich teures Brainstorming.

    Fazit – nie wieder Webdesign von Printdesignern. Unter Umständen kann das sogar der Nachbarsjunge von nebenan besser…

  37. Pingback: redmountn.ch » Website rapperswil-jona.ch wirklich so schlecht?

  38. Folgendes ergänzt im Artikel oben – wir sind nun die “Experten-Community”:

    Update 4: Artikel in den Obersee Nachrichten
    Die Obersee Nachrichten haben einen Artikel veröffentlicht über unsere Diskussion. In diesem Artikel sind wir also nun die Experten und scheinbar ist auch für Laien offensichtlich, dass da etwas falsch gelaufen ist. Das kann ja passieren. Hier der Link zum Artikel: Experten-Community prügelt auf neue Website der Stadt ein.

  39. Zum Thema Suchmaschinenoptimierung

    Etwas positives vorweg: die Seite produziert wesentlich weniger „Duplicate content“ als die alte.

    Aber sonnst (kopfschüttel)

    Text als Bild (Adresse)
    ist ein absolutes No-Go

    title-Tag
    Viele Seiten haben den gleichen title-Tag
    z.b. alle Detail Seiten von News “Rapperswil-Jona:News“
    -> hier könnte ganz einfach zusätzlich die Überschrift der Newsmeldung in den title geschrieben werden.
    z.b. “Stadt hat neuen Internetauftritt – News von Rapperswil-Jona”

    keywords Meta-Tag
    jede Seite hat die gleichen keywords
    -> weglassen, keywords werden von Suchmaschinen sowieso ignoriert

    description Meta-Tag
    jede Seite hat den gleichen description Text
    -> Entweder einen individuellen Text für jede Seite oder weglassen.

    Heading-Tags
    Die Seite verwendet zwar ganz vorbildlich die Heading Tags h1 und h2. Allerdings steht auf jeder Seite im h1 “Willkommen auf der Website der Gemeinde Rapperswil-Jona”
    Und im h2 “Sprungnavigation”
    Dieser Text ist auf der Seite nicht zu sehen da er per CSS ausgeblendet wird. Das ist sicher nicht die Idee dieser Tags und kann übrigens dazu führen, dass Google die ganze Seite aus dem Index wirft.
    Link: http://www.google.com/support/webmasters/bin/answer.py?answer=66353

    Meine Empfehlung als Lektüre für dem Webmaster:
    http://static.googleusercontent.com/external_content/untrusted_dlcp/www.google.de/de/de/webmasters/docs/einfuehrung-in-suchmaschinenoptimierung.pdf

    Und noch etwas zum Optischen:

    Auf den Detailseiten der Veranstaltungen ist ein weisser Titel auf dem hellgrauen Hintergrund wirklich sehr gut zu lesen. Das ich auf OK klicken muss um zurück zur Übersicht zu gelangen ist auch wirklich logisch!

  40. Hoppla, da hast du was Schönes ausgegraben. :-)

    Wenigstens kriegen die jetzt ein bisschen Publicity, inklusive dir. Gib’s doch zu, das gehört alles zum Gesamtkonzept. Du kriegst dein Honorar für obigen Post und nächste Woche schalten die das richtige, längst fertige Design auf.

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