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Die Neuen: Snapchat, Instagram und Periscope

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So neu auch wieder nicht – ausser Periscope.

Snapchat ist dran, bald einmal Twitter zu überholen in Anzahl aktiver Nutzer. Instagram hat Twitter bereits überholt. Periscope, noch kein Jahr alt, deckt das zukunftsträchtige Gebiet “mobiles, interaktives Live-Streaming für alle” praktisch alleine ab.

Und die Schweiz? Pennt.

Wir müssen weg von Text

Zumindest nicht mehr die totale Fokussierung auf Text. Text ist nicht natürliche Kommunikation (oft durchaus berechtigt, aber nur so stark verbreitet, weil es über tausenden von Jahren an besseren Kommunikationssystemen fehlte).

Snapchat, Instagram und Periscope funktionieren viel nahbarer (gilt auch für bewegte Inhalte wie Webinaren und Videos – nur schon Audio-Podcasts transportieren viel mehr als reine Texte).

Was ist Snapchat?

Eine App für visuelles Storytelling. Kombiniert mit einer Messaging-Funktion – aber eben: visuelle Nachrichten.

Man kann kleine Einblicke in Video- oder Foto-Format in einer Story veröffentlichen, die 24 Stunden lang zugänglich ist. Spannende Funktion ist der “Discover”-Bereich, in der Brands wie Mashable, CNN oder National Geographic täglich multimediale “snackable Inhalte” publizieren – sehr ansprechend aufgemacht für die Nutzung am Smartphone.

Snapchat lehnte ein Übernahmeangebot von Facebook (für 3 Milliarden USD) ab.

Was ist Instagram (by Facebook)?

Eine App für die schnelle Aufbereitung und Veröffentlichung von Fotos oder kurzen Videos. Messaging-Funktion integriert.

Im Gegensatz zu Snapchat geht es meist um einzelne Posts. Die Grund-Bedienung ist vielleicht einfacher als Snapchat – will man aber Instagram wirklich verstehen, tauchen plötzlich ganz spannende kreative Nutzungsweisen auf (Hubs, Reposts, Edits, Collabs, Challenges…). Beliebt sind sogenannte Instameets, an denen man sich zu Fotowalks und Geselligkeit trifft.

Was ist Periscope (by Twitter)?

Periscope erlaubt es nun allen, direkt von unterwegs und sehr einfach eine Live-Übertragung zu starten, in der die Zuschauer auch Feedback geben können (in Form von Kommentaren und Likes).

Es ist als viel interaktiver als frühere Systeme. Die Live-Übertragungen sind als Replays danach jeweils 24 Stunden anschaubar, sofern der Ersteller das will. Auf einer Karte sieht man, wer in der Gegend gerade live ist und von wo noch Replays aktiv sind.

Wohin des Weges?

Snapchat wird sicher noch einiges wachsen – erwünschenswert wäre, wenn sie an der Bedienungsfreundlichkeit schrauben würden. Jüngere Generationen haben aber durch die breite Nutzung der App diese Anfangshürden überwunden. Für die Expansion der Nutzerbasis sollten Einstiegshürden möglichst eliminiert werden.

Die Auffindbarkeit von spannenden Nutzern ist schwach (im Vergleich zu beispielsweise Twitter) – was es zusätzlich schwerer macht am Anfang, wenn man nicht in einem Klassenzimmer sitzt.

Instagram ist sehr einfach, schnell – und wird auch weiterhin viele Nutzer gewinnen (wenn sie es mit bezahlter Werbung nicht übertreiben). Die App ist etablierter über mehrere Generationen.

Periscope deckt meiner Meinung nach etwas ab, das sehr viele Möglichkeiten verspricht. Mich erstaunt, dass die App nicht schon viel mehr Anklang gefunden hat. Gerade die Schweiz (und überhaupt das deutschprachige Gebiet) ist einmal mehr sehr zurückhaltend – was an der Karte unschwer zu erkennen ist.

Periscope gehört Twitter – und Twitter ist daran, alles zu vergeigen.

Wakey, wakey, Schweiz!

In der Schweiz sollte man weniger fragen, was als Nächstes kommen wird, sondern endlich mal das nutzen, was schon längst da ist.

Testen, experimentieren – auch als Unternehmen. Ich sehe wenig, was zum Beispiel nur schon auf YouTube gemacht wird aus der Schweiz – wie gebremst ist das denn? Es sollte seit Jahren klar sein, dass Bewegtbild mehr bewegt. YouTube ist mehr als 10 Jahre alt und praktisch gratis.

Vor Snapchat haben Leute über 30 oft einfach Angst – warum nicht 20 Minuten investieren? Viel mehr braucht auch diese Hürde nicht. Instagram wird mehr genutzt – auch von Unternehmen.

So richtig gutes, visuelles Storytelling kommt immer noch von Ausländern in ausländischen Unternehmen. Wir müssen noch einiges rein schaffen in unser Land – sonst gehen wir ein in grauer Langweiligkeit. Wir können die Grenzen nicht zu machen und weitermachen wie bisher. Wir brauchen Farben.

PS: Let’s connect :)

Achtung, experimentelle Inhalte von mir. Auf Snapchat (User: Magganpice) auf Instagram (User: sam_steiner / visitrapperswil / blechschilder) und Periscope (User: samsteiner). Freue mich auf Experimente!

Author: Sam Steiner

Ich berate Firmen zum wirksamen Einsatz der verschiedenen Web-Plattformen. Habe 12 Jahre Webagentur-Erfahrung, diverse Online-Communitys aufgebaut und beschäftige mich laufend mit den neusten Trends im Web. und Twitter. E-Mail: sam.steiner@alike.ch. Xing: Sam Steiner.

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