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Checkins ohne GPS

Hatte heute eine kleine Idee: GPS-lose Checkin-Deals ohne Facebook-Steuern. Simpel via Wifi.

Das Problem (für einige Leute) in grossen Einkaufszentren ist das Fehlende GPS-System. Genaue Check-Ins via Location-Based Diensten wie Facebook Places oder Foursquare sind nicht machbar. Die Möglichkeiten mit Facebook Places und Foursquare sind zwar interessant, aber trotzdem recht eingeschränkt. Folgende Idee würde eine viel individuellere Anwendung ermöglichen.

Ein Laden könnte aber in jeder Abteilung Wifi-Hotspots einrichten. Idealerweise mit geringer Reichweite. Kunden können via Smartphone mit diesen Abteilungs-Hotspots verbinden und gelangen direkt auf eine HTML5-Applikation, die aktuelle Deals anbietet. Beispielsweise Rabatte fürs Teilen in Facebook/Twitter oder fürs Fan-Werden (Facebook AGBs müssen natürlich eingehalten werden, Achtung).

Spielerische Interaktionen wären möglich, in der Bluray-Abteilung könnten Vorschau-Trailer geschaut werden, in der Velo-Abteilung könnten Demo-Videos der neuen Schaltsysteme abrufbar sein. Man könnte direkt vor Ort grössere Objekte direkt nach Hause bestellen – Versandkostenfrei für registrierte “Club-Mitglieder”. Häufiges Einchecken könnte Rabattpunkte aufkumulieren etc.

Wäre technisch recht simpel umzusetzen, oder? What do you think?

Foto: harry_nl @ Flickr

Author: Sam Steiner

Ich berate Firmen zum wirksamen Einsatz der verschiedenen Web-Plattformen. Habe 12 Jahre Webagentur-Erfahrung, diverse Online-Communitys aufgebaut und beschäftige mich laufend mit den neusten Trends im Web. und Twitter. E-Mail: sam.steiner@alike.ch. Xing: Sam Steiner.

9 Comments

  1. Wifi ist nicht so eine gute Idee. Grundsätzlich ist Wifi sehr unsicher.

    Es gibt viele Programme die Wifi Pakete filtern und mithören was andere Geräte kommunizieren.
    WEP und WPA muss man nur in die Nähe vom Netz gelangen und kann Pakete mithören, bei WPA2 muss man sich verbinden. Mithören, Sessions missverwenden (nur HTTP).

    Nehmen wir den Fall ich stehe mit meinem Android Gerät im Laden und verbinde mich mit Wifi, gleichzeitig starte ich Faceniff.
    Nun warte ich einfach bis weitere Geräte in Wifi Reichweite kommen und erfreue mich an deren Twitter, Facebook etc. Accounts, logge mich mit deren Session ein (nur HTTP).

    Ein kleiner Nebenladen hat kein Wifi, also mache ich selber ein mobiler Wifi Zugangspunkt über 3G auf und gebe ihm den Namen vom Laden. Sobald sich nun Jemand nähert (wo die Echtheit nicht erkennt) und online geht, laufen meine SSL Injections und Man-in-the-Middle Logingdienste und mir ist dann egal ob SSL oder Non-SSL, ich bekomme jedes User/PW mit, egal welche Verschlüsselung das Netz verwendet.

    Unbekante Wifi Netze zu Nutzen ist ein Sicherheitsloch was man Niemals unterschätzen darf. Wifi gehört ausserhalb vom eigenen Netz deaktiviert.

    Warum deaktivieren? Hast du z.B. Zuhause ein Netz mit dem Namen “zVilla” und dies auf deinen Geräten eingerichtet,S wird sich dein Handy automatisch mit diesem verbinden wenn das Handy das WLAN Netz findet. Nun kommt eine WLAN Eigenheit: Dein Handy fragt “Ist ein WLAN zVilla verfügbar” (WLAN wird aktiv gesucht, es könnte versteckt sein).

    Nun kommst du zu mir nach Hause und in die Nähe meines YesYes Routers. Der wird mit Ja antworten, egal wie der Namen deines Netzes lautet und verbindet sich automatisch mit meinem Netz “zVilla”. Dahinter steht ein Server der wiederum per SSL Injection und Logging alles protokolliert. Da der Router per Batterie und 3G betrieben werden kann, muss ich un nur an ein Konzert oder öffentlichen Platz laufen mit einem Rucksack und habe wieder 100te Daten gesammelt.

    Eine gute Idee für Läden, eine sehr schlechte für den Datenschutz. Die NFC Technik wäre mir da 100 Mal lieber. Ein NFC Transponder welcher die genauen GPS Koordinaten / Aktionen übermittelt.

  2. Danke für das Feedback Stefan.

    Faceniff “Problem”
    Das wäre zu lösen. Man müsste nicht für alle Anwendungen einen kompletten Web-Zugang ermöglichen – oder könnte HTTPS-Verschlüsselung einbauen.

    Problem: Fake-Hotspots
    Interessante kriminelle Kreativität zeigst du da :-) Allerdings besteht dieses Problem jetzt schon. Ich kann irgendwo hin stehen und Leute in ein Wifi-Netz locken.

    Near Field Communication NFC
    Die Verbreitung von NFC ist gleich Null. Also noch kein Thema im Mainstrsam-Alltag. Natürlich hoffe ich auch auf interessante neue Anwendungen, wenn die NFC-Phones verbreitet sind. Das geht aber ab der breiten Verfügbarkeit (Nexus S, welches noch zurzeit?) noch 2-3 Jahre, weil viele erst nach Ablauf ihrer 24-Monats-Verträge neue Smartphones in Betrieb nehmen.

  3. Aber grundsätzlich hast du absolut recht: man sollte sich schon tiefere Überlegungen zu Datenschutz machen, bevor man losschiesst. Bin aber der Meinung, dass das gut lösbar sein müsste.

  4. ist ja ein generelles problem mit den APs. wäre gut wenn diese Wifi router kostenloses Surfen ermöglichen, man kann das ja so machen dass man am Anfang der session die Startseite vom router aufrufen muss und sich so die aktionen reinzieht.

  5. o_o – ja, kostenloses Surfen bringt noch einen zusätzlichen Anreiz mit und als Startseite die spielerische “App” (natürlich eben im Browser, native Apps will niemand installieren). Die Deals müssen einfach gut genug sein, dass sie Aufmerksamkeit erzeugen… aber nicht aufdringlich, dass sie nerven. Also wenn jemand nur surfen will, soll er das ohne grosse Umwege tun können.

    In einem Frauenkleider-Shop könnte man speziell für die wartenden, smartphonespielenden Männer gut Deals anbieten :-)

  6. Check-In via QR-Code oder ähnlichem? Nur so als spontane Idee… Wäre unabhängig von irgendwelchen technischen Begebenheiten vor Ort (ausser mobilem Internet).

  7. Die sehr grosse Schwachstelle von QR Codes ist immer noch, dass die Leser-App-Funktion nicht in die Standard-Kamera-Apps von iOS und Android eingebaut ist. Somit nicht Mainstream-tauglich…

  8. @sprain – deshalb eben die Idee, nur eine Wifi-Verbindung zu brauchen, eben kein App (ausser den Browser, das hat jedes Smartphone). Per Wifi verbinden (dabei hilft das Smartphone meist prima mit) und als erste Seite jeder Session eine Web-App aufrufen, worüber eingecheckt wird.

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