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Blechschilder, Teil 6: Lager + Versand auslagern

Ab sofort füge ich am Ende dieser Artikel über den Blechschilder-Shop auch einige Zahlen ein. Bestellungen und Umsatz und so. Zuerst zum Thema…

Da hat man einen Webshop auf die Beine gestellt und die ersten Bestellungen kommen rein. Man hat gemerkt: “ups, es gibt keine Verpackungen für die grossen Schilder!”, hat Stunden auf dem kalten Kellerboden gekniet, um aus alten Schachteln Verpackungen zu bauen. Hundert mal den Weg zur Post gemacht. Erleuchtung kommt bald: “hey, das ist nicht dein Hauptberuf!”

Verpackungen für grosse Schilder

2014-02-27 11.59.25
Eine Sofort-Erkenntnis war die: wenn ich für jede Bestellung eine halbe Stunde auf dem Boden rumkrieche, macht die ganze Sache keinen Spass. Die Woche wird irgendwann voll sein und die Rechnung geht komplett nicht auf. Wir haben eine Verpackungsfirma in Urdorf gefunden, die uns einen guten Vorschlag für eine Verpackung baute, die man für die grossen Schilder verwenden kann und sehr schnell verschlossen hat.

500 Stück liessen wir davon bauen. Es hiess, das wäre ungefähr 1 Palett. Mit dem Skoda Octavia bringe ich so ca 1 Palett Karton weg – easy. Allerdings sah die Sache leicht anders aus, als ich die Dinger abholen ging: 4 Paletten gestapelte Verpackungen warteten auf mich. Einige Fahrten mit dem Octavia.

Ca. CHF 2500 kosteten die Verpackungen inkl. der Stanzform, die wir bei der nächsten Produktion nicht nochmal bauen lassen müssen. Kostenpunkt als einige Franken pro Verpackung – aber dafür geht es unseren Knien besser (und wir sparen viel Zeit).
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Versand und Lager optimiert

Wir lernten schnell, dass man die Schilder besser hochkant im Gestell lagert, wenn man schnellen Zugriff darauf haben will. Wir richteten einen Raum ein mit Tisch und allen Utensilien, die wir brauchten, um schnell die Bestellungen zu verpacken. Inklusive Fuss-Schalter für den Baustellen-Scheinwerfer – damit der arme Sam sich nicht immer bücken muss. Wir wurden schnell, verpacken machte Spass.

Aber dann war bald klar: so werden Ferien schwieriger, so werden Bestellungen an vollgebuchten Tagen zum Stress. Überhaupt: langfristig geht es nicht, neben dem Job immer zur Post zu rennen. Verschärfend kam hinzu, dass Nici sich für eine gute Wohnungsgelegenheit entschied, und die zVilla (und somit das Lagerhaus) Ende Juni verliess – ihre Kellergestelle, die wir zum Lager umfunktioniert hatten, mussten geleert werden. Und ich hatte im Juli noch Schottland-Ferien geplant.

Wir mussten schnell eine langfristige Lösung finden.

Arbeitsintegrationsprojekt WTL

Ziel war also, ein flüssig laufendes “Fulfillment” bis Ende Juni einzurichten. Glück hatten wir durch den Tipp eines Freundes, beim WTL in Jona anzufragen. Das Werk- und Technologiezentrum bietet Menschen Hilfe, sich im Arbeitsmarkt wieder einzugliedern. Wir haben im Hinterkopf die Idee, dass Schilder auf Bestellung (mit Motiven oder Sprüchen der Kunden) produziert und versandt werden – auch in diesem Hinblick schien das WTL einen guten Partner zu sein.

Lange Rede, kurzer Sinn: auf Biegen und Brechen schafften wir es Ende Juni, das Lager umzuziehen, die Mitarbeiter im WTL über die Abläufe zu instruieren und unserem Baby “Tschüss” zu sagen (war ein spezieller Moment, nach all den Optimierungen).

Reibungsloser Ablauf

Um in die Ferien verreisen zu können (oder arbeiten zu können), war uns wichtig, dass Bestellungen, die durch Kunden direkt online bezahlt werden (Kreditkarte, PayPal oder Bitcoin), das WTL direkt übernimmt, ohne dass wir manuell irgendwas tun müssen.

Dazu hat Stefan Murawski (Folge-Empfehlung), den wir von Twitter her kennen und ein paar mal gesehen haben, kurzerhand ein Plugin für WordPress/WooCommerce geschrieben, das dem Benutzer “WTL” die richtigen Informationen anzeigt, um Bestellungen zu sehen, Lieferscheine zu drucken und wenn versandt, die Bestellung als erledigt zu markieren. Vielen Dank!

Nun sind wir daran, diese Zusammenarbeit mit dem WTL zu verfeinern und uns auch Gedanken zu den selbst gestaltbaren Blechschildern zu machen. Solche Projekte sucht das WTL, das sie umsteigen wollen von destruktiver Arbeit (TVs schreddern für Recycling) hin zu kreativer Arbeit, bei dem etwas entsteht.

Stats

Aktueller Umsatz bisher: CHF 10’926.84, Bestellungen: 142, Produkte verkauft: 356.

Author: Sam Steiner

Ich berate Firmen zum wirksamen Einsatz der verschiedenen Web-Plattformen. Habe 12 Jahre Webagentur-Erfahrung, diverse Online-Communitys aufgebaut und beschäftige mich laufend mit den neusten Trends im Web. und Twitter. E-Mail: sam.steiner@alike.ch. Xing: Sam Steiner.

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  1. Pingback: Blechschilder, Teil 7: Webmaster Tools - Web Wirk Sam

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