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Angst vor Datenspeicherung im Internet

Ein aktueller Trend ist die Speicherung von Dateien wie E-Mails, Fotos, Musik, Videos und auch Dokumente im Internet (“In the Could”) statt auf der eigenen Festplatte. Man hat keine Backup-Sorgen mehr und kann von jedem Computer mit Internet-Anschluss auf die Daten zugreifen.

Beispiele sind Dienste wie Hotmail/Gmail, Flickr/Picasa, Grooveshark, YouTube, Google Docs, Evernote oder Dropbox.

Oft hört man im Zusammenhang mit den neuen Web-Applikationen die Skepsis der Anwender gegenüber der Speicherung der persönlichen Daten “in der Wolke” (Cloud). Lieber will man seine heiklen Daten wie Mails und Dokumente bei sich in Sicherheit gespeichert haben. Einiges spricht dagegen.

1. Vermeintliche Sicherheit @ Home
Wie sicher sind die Daten wirklich, wenn sie lokal gespeichert sind? Sind sie sicher gegen Datenklau? Sind sie sicher im Fall eines Ausfalls der Festplatte? Wer Daten stehlen will, hat wesentlich mehr Mühe, bei Google oder anderen grossen Cloud-Anbieter einzubrechen, als bei dir zu Hause mittels Trojaner, präpariertem USB-Stick oder Einhacken ins W-LAN. Betreffend Backup kann man davon ausgehen, das auch der vorsichtige Privatanwender wesentlich schlechter abgesichert ist, als hochskalierte Riesensysteme in der Wolke. Wie brandsicher ist beispielsweise dein Backup-System zu Hause?

2. Katastrophale Sicherheit @ Work
Im Büro ist gar nichts sicher. Die überlastete IT-Abteilung ist fürs Patchen aller Sicherheitslücken der Servers zuständig, verschiedenste Mitarbeiter haben Zugang zum Serverraum und auf die Installationen. Ich habe oft Situationen erlebt, wo Angestellte Änderungen an Systemen vornehmen konnten – E-Mail-Konten stehen praktisch ausgebreitet da. Das Risiko, dass der Kollege mit Geschick und Netzwerk-Schnüffel-Software in deinen Daten herumschnüffeln kann, ist viel grösser, als das Risiko, dass ein Administrator in der Wolke sich für deine Daten interessiert.

Man kann davon ausgehen, dass dieser nicht mal Zugriff hätte, wenn es ihn interessieren würde. Denn: in professionellen Cloud-Applikatione gespeicherte Daten sind in den meisten Fällen verschlüsselt. In lokalen Serverumgebungen wie zB im internen Serverraum sind die Daten meist unverschlüsselt.

Über die Vorteile der Cloud-Applikationen neben der höheren Sicherheit lässt sich noch viel schreiben. Dazu kommen wir in anderen Artikeln auf dieser Website.

Author: Sam Steiner

Ich berate Firmen zum wirksamen Einsatz der verschiedenen Web-Plattformen. Habe 12 Jahre Webagentur-Erfahrung, diverse Online-Communitys aufgebaut und beschäftige mich laufend mit den neusten Trends im Web. und Twitter. E-Mail: sam.steiner@alike.ch. Xing: Sam Steiner.

2 Comments

  1. Am besten sind natürlich Cloud-Services, bei denen die Daten – falls am lokalen PC eingebunden – vor dem Transfer verschlüsselt werden – wie zum Beispiel bei Wuala (http://www.wuala.com/). Allerdings betreffen die Cloud-Speicher bei permanentem Mounting die selben Risiken wie lokale Daten (ein Trojaner oder Wurm kann auch auf das gemountete Drive zugreifen).

  2. Eine Alternative ist ein NAS mit dedizierter IP-Adresse. Dieser Speicher ist von überall verfügbar und bietet vielfache Möglichkeiten der Anbindung. Ein Anbieter hierfür z.B. ist Cloudspeicher.ch.

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