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Blechschilder, Teil 4: Besucherquellen

Da hat man einen Shop gebaut. Wenn die Produkte noch so fantastisch sind – wenn sie niemand sieht, was bringt’s?

Bomb Technician Blechschild

Anfangen tut’s bei Null. Der Shop ist eingerichtet – vielleicht sogar schön. Aber niemand sieht es. Die Reise fängt erst an.

In dieser Serie sind bisher die Artikel Wie es dazu kam, Wie startet man einen Online-Shop? und Am Anfang steht die Arbeit erschienen.

Quellen von Besuchern

Wir brauchen nun also Quellen von Besuchern. Leute, die auf unsere Website strömen. Und dann auch interessiert sind an den Produkten – und zu Käufern werden. Denn auch wenn eine Million Menschen unseren Shop besuchen aber kein einziges Schild wird verkauft – was bringt’s?

Google Analytics teilt die Besucher einer Website in verschiedene Quellen auf:

Quellen Google Analytics

  • Organic Search
  • Referral
  • Direct
  • Paid Search
  • Social

Grafik:
die aktuelle Aufteilung der Besucherquellen auf unserem Shop. “Social” war gerade am Anfang sehr stark, die “Organic Search” Reichweite war dann etwas mehr Arbeit (und dauert weiter an). Beides ist wichtig.

Organic Search – Besucher via Suchmaschinen

Anfänglich hat man davon nichts. Nur, weil wir eine Website erstellt haben, heisst das (glücklicherweise) noch lange nicht, dass sie in Google auftaucht. Erst recht nicht an einer Position, die auch angeklickt wird.

Was braucht es, damit wir bei Google erscheinen? Zuerst mal gut erfasste Inhalte. übersichtlich für den Besucher und lesbar für Google. Beispielsweise sollten in unserem Fall die Sprüche auf den Schildern auch als Texte auftauchen. Die Website sollte gut strukturiert sein, von Menschen lesbare Links aufweisen und im Idealfall mit einer sitemap.xml (Erklärung) die Struktur für interessierte Suchmaschinen offenlegen. Ich gehe nicht in alle SEO-Tiefen, das sprengt den Rahmen, aber stichwortartig einige Tipps:

  • sitemap.xml anlegen (gute CMS haben Funktionen oder Erweiterungen, die das tun)
  • Website bei Google Webmaster-Tools anmelden
  • Statistik-Tool einsetzen (wie zB Google Analytics)
  • gute Produktebeschreibungen (da sind wir noch dran)
  • Keyword-Recherche und -Tracking! (Thema für einen späteren Artikel)
  • wichtige Suchbegriffe auf der Website auch verwenden

Suchmaschinen-Optimierung darf nie spammig sein. Immer die gleiche Predigt: es muss in erster Linie auf die Besucher geachtet werden. Dabei vergisst man manchmal: in zweiter Linie muss natürlich trotzdem auch an Suchmaschinen gedacht werden – das ist nicht grundsätzlich böse.

Referral

Anfänglich hat man davon – auch hier nichts. Das sind Besucher, die irgendwo im Web einen Link geklickt haben, um unseren Shop zu finden. Dazu müssen natürlich an geeigneten Stellen – also dort, wo auch ab und zu mal eine interessierte Person auftaucht – Links zu unserem Shop platziert sein.

In unserem Fall heisst das zum Beispiel, dass wir in unserem Umfeld Blogger angefragt haben, ob sie interessiert wären, über unseren neuen Blechschilder-Shop zu schreiben. Einige Blogs haben dann darüber berichtet – bisher hatten wir über “Referral” immerhin über 500 Besucher auf der Website. Diese Zahl zu erhöhen ist wohl nicht so einfach. Links von Facebook oder Pinterest fallen in eine andere Kategorie: Social.

Direct

Anfänglich auch hier: nichts. “Direct” sind Menschen, die den Link zu unserem Shop kennen und in ihrem Browser eingeben. Oder Leute, die über Bookmarks in ihrem Browser her kommen. Oder auf einen Link in einer E-Mail klickten. Interessanterweise haben das in unserem Fall schon über 1’000 Leute getan. Das ist für mich noch ein wenig Mysterium. Wenn ich die Kurve jedoch anschaue, macht sie Sinn: in der Anfangsphase, als wir noch euphorisch (sorry) darüber in Facebook und Twitter kommunizierten passierten die meisten “Direct Hits”. Unser Shop war dann einfach mehr ein Thema.

Paid Search

Anfänglich: Ja! Es müsste besser einfach “Paid” heissen. Denn in diesem Bereich tauchen nämlich auch Besucher auf, die über Anzeigen in Facebook auf den Webshop kamen. Solche Besucher kann man im Prinzip von Tag 1 an auf die Website ziehen. Mit Facebook- oder Google AdWords-Anzeigen. Natürlich sollten man dabei eine Messbarkeit einbauen (Conversion Tracking in Google Analytics), um zu überprüfen, ob das Budget für Anzeigen sich auch wirklich rechnet.

Wir haben etwas experimentiert in den Anfangszeiten mit Facebook-Anzeigen und später auch mit Google AdWords.

Facebook-Anzeigen eignen sich gut, wenn man definiert hat, wie ein potentieller Kunde so tickt. Was seine Interessen sind, wie alt er oder sie ist usw. Man kann auch recht einfach Leute ansprechen, die schon auf der Website waren aber nichts gekauft haben.

Google AdWords eignen sich für den Fall, dass es Leute gibt, die explizit nach dem Produkt in Google suchen, oder – wenn man genügend Marge hat – wenn man sich ausrechnet, mit teureren Suchbegriffen wie “Geschenkidee” oder “Kundengeschenk” wirtschaftlich durchzukommen.

Social

Unser Champion bisher ist die Kategorie “Social”. Das kann natürlich auch von Tag 1 weg ziehen – vorausgesetzt, man hat eine gewisse Vernetzung auf sozialen Netzwerken wie Twitter, Google+ oder Facebook. Mit Pinterest machen wir auch schon die ersten Experimente – da denke ich aber, ist die Zeit in der Schweiz noch nicht so reif dafür (und wird evtl auch nie).

In unserem Fall ist Facebook auf Platz 1, dicht gefogt von Twitter auf Platz 2. Dann ist recht viel Abstand – was sich aber auch mit unseren Kraftaufwänden deckt. Twitter und Facebook sind für mich halt irgendwie die Platzhirsche – obwohl ich Google+ auch – aus verschiedenen Gründen – sehr wichtig finde.

Mein Tipp für Social: zuerst mit privaten Profilen anfangen (idealerweise schon im Jahre 2009 oder früher) und dann mit etwas Erfahrung im Rucksack die ganz unterschiedlichen Netzwerken angehen. Twitter ist komplett anders als Facebook. Google+ auch.

Wir haben nun eine kleine Facebook-Seite “Blechschilder”, einen Twitter-Handle @blechschilder und eine Google+-Seite Blechschilder. Und einen kleinen Anfang auf Pinterest: Blechschilder.

Quellen anzapfen ist wichtig

“Build it and they will come” – dieses Motto funktioniert schon lange nicht mehr.

Wir leben heute in einem Web der News-Streams (wer mehr dazu erfahren will, dem empfehle ich mein E-Book “12 Schritte für KMU” dazu) und müssen kämpfen um Aufmerksamkeit. Dazu müssen wir uns auch immer bewusst sein, welche Massnahmen einen langfristigen Charakter haben – und welche sehr kurzfristig wirken.

In diesem Artikel habe ich erst mal einiges gesagt zu den verschiedenen Quellen und gezeigt, welche von Anfang an ziehen und welche Aufbauarbeit benötigen. Von heute auf morgen hat man keinen ratternden Webshop – auch wenn man für ein Schickimicki-Design viel Geld ausgegeben hat. Stay tuned (und schau mal in den Shop) ;-)

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Blechschilder, Teil 3: Es geht los… mit Arbeit

In dieser Serie sind bisher die Artikel Wie es dazu kam und Wie startet man einen Online-Shop? erschienen.

Gäng we mer sich’s richtig überleit – merkt mer dass’s ned geit. (Mani Matter)

In diesem Sinne mein Motto: starten und sich von Herausforderungen überraschen lassen. Die zeigen sich relativ schnell.

WordPress hat man mit etwas Routine sehr schnell installiert, etwas Zeit braucht die Konfiguration der wichtigsten Plugins. Einen WooCommerce-Shop ist darauf im Nu installiert. Das braucht dann schon einige Stunden Konfiguration – bevor es losgeht.

Und einige Stunden Performance-Tuning (da sind wir noch nicht am Ziel) – mehr dazu in einem späteren Artikel. Fangen wir etwas früher an.

Lieferant aus China?

Wir mussten erst mal einen Lieferanten für unsere Schilder haben.

Da gibt es die chinesischen Anbieter, beispielsweise. Dazu habe ich einige Stunden auf Alibaba verbracht. Sehr interessant – da kann man sich echt verlieren. Ich fand natürlich Anbieter. Die sind auch recht flink im Beantworten von Anfragen. Problem da: man hat von jedem Design eine Mindestbestellmenge von 240 Stück. Das ist dann so gegen 100kg – nur 1 Design. Wir wollten aber mit mindestens 60 Designs (mittlerweile sind über 130 Designs im Shop).

Der Import von China mit den ganzen Aufwänden für Hafengebühren, Zollabfertigung, Koordination der Frachtanbieter etc. lohnt sich erst ab ein paar Paletten – Overkill für uns.

Wir haben nun einen Lieferanten, der sehr gut zusammenarbeitet und dem wir Vertrauen entgegenbringen für faire Produktionsbedingungen in den Herstellungsländern. Dieser Lieferant arbeitet hauptsächlich mit Produktionen in China und Indien und besucht die Fabriken auch (und unterstützt ein Schulprojekt in Indien).

Bessere Lösung: Lieferant aus Europa

Für unseren Start die viel bessere Lösung: wir fanden einen Lieferanten in Europa, bei dem wir von jedem Design jeweils 4 oder mehr Stück bestellten. Natürlich mit einiges höheren Preisen – aber es gab uns die wichtige Möglichkeit, gleich von Beginn weg ein grosses Sortiment anbieten zu können.

Die erste Bestellung von 280 Schildern mit 60 verschiedenen Designs war dann sehr bald unterwegs. Grosser Vorteil: innerhalb von Europa kann ein Transportunternehmen (in unserem Fall UPS) die ganze Geschichte ohne grosses Hin-und-Her erledigen.

blechschild-chicken-lager

Die grosse Arbeit

Die Blechschilder kamen also an, wurden im Keller einigermassen organisiert eingelagert. Der Shop war konfiguriert. Aber leer. Scheinbar stellen sich die Produkte nicht automatisch rein.

Früher baute ich nur die Shops, hatte mit den Inhalten nichts zu tun, ausser Schnittstellen bereitzustellen, um die Produktedaten nächtlich einzulesen (oft wurden sie nachts als CSV-Files(!) per FTP angeliefert). Bei einem kleinen Shop wie unserem werden die Produkte oft direkt im Shop eingepflegt.

Da zeigte sich: für WooCommerce sollten die Produktebilder quadratisch sein. Also erst mal ein Batch-Script in Photoshop erstellen, das einen Ordner mit Originalbildern mit weiss auffüllt, bis sie quadratisch sind, und in einem Zielordner speichert.

Dann Produkt für Produkt im Shop erfassen: Titel, Beschreibung, Grösse, Preis, Lagermenge, Kategorie, Tags und Bilder. Das sechzig mal ist nicht die coolste Arbeit für mich.

Und von den meisten Produkten werden wir bessere Bilder machen müssen.

Blechschilder erfasst… erste Bestellungen – und jetzt?

Als die Produkte dann erfasst waren, ging es mit Bestellungen los. Zahlungsmöglichkeiten waren anfangs Kreditkarten/PayPal oder Bitcoin. Witzigerweise wurden 3 der ersten 20 Bestellungen per Bitcoin bezahlt. Bitcoin haben wir inzwischen aber temporär deaktiviert – wegen technischen Problemen (unser Plugin holte den Umrechnungskurs von mtGox).

Da tauchen die neuen Herausforderungen an: man muss Schilder versenden.

Es gibt zB für unsere langen Schilder (76cm oder 81cm) keine erhältlichen Verpackungen. Das heisst: bei Firmen nach alten Kartons fragen und auf den Knien im kalten Keller daraus Verpackungen bauen. Keine langfristige Lösung. Wie wir unsere eigenen Verpackungen bauen liessen in einem weiteren Artikel…

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Blechschilder, Teil 2: Wie startet man einen Online-Shop?

Im ersten Teil dieser nach oben(?) offenen Serie ging ich darauf ein, wie wir überhaupt dazu kamen, den Blechschilder-Shop zu starten.waiting for a sign

Wie startet man einen Online-Shop – so im Kleinen? Wir hatten Produkte, relativ unkomplizierte sogar. Da muss man heute das Rad nicht neu erfinden.

Eigenbau ist doof

Ich vertrete in meiner Web-Arbeit sehr stark die Meinung, dass selbstgemachte Online-Lösungen vom Teufel sind. Sprich: man bindet sich und ist nicht mehr frei. Man zahlt viel zu viel für Weiterentwicklung usw.

Wenn eine Web-Agentur ein selbstgebautes CMS anpreist: Hände weg! Agenturen knebeln Kunden damit bei hohen Preisen und Weiterentwicklungen gehen viel langsamer voran als bei bekannten Open-Source-Projekten. Lukrativ – wenn Kunden gar nicht wegwechseln können, wenn sie dann gemerkt haben, in was sie geschlittert sind.

Kommt oft vor, imfall.

Natürlich erfordern spezielle Projekte spezielle Lösungen. Die auffallenden Produkte benötigen oft individuelle Lösungen. Und bei einer grossen Firma spielen die Kosten (im Verhältnis) eine untergeordnete Rolle. Aber wenn es um einen einfachen Shop geht mit simplen Produkten im Nebenbetrieb – ganz klar: bestehende Systeme einsetzen.

Welche Shop-Lösung?

Diese Frage habe ich getweetet, als es noch nicht konkret um Blechschilder ging:


Magento ist eine bekannte Shop-Lösung. In Gesprächen mit Entwicklern aus dem E-Commerce lernte ich: dafür ist viel Server-Leistung nötig, wenn es flüssig laufen soll.

Weil ich sehr viel für Kunden und eigene Projekte mit WordPress arbeite, lag es auf der Hand nach einer Lösung zu suchen, die gut spielt mit WordPress.

Nach diesen drei Empfehlungen für WooCommerce – mit dem ich bisher keine aktive Erfahrung hatte – war für mich klar: das muss ich so austesten, damit gewinne ich auch wichtige Einsichten für meinen Beruf. Wenn es sich als nicht ideal erweist: umso besser: dann kann ich wechseln und habe noch mehr gelernt :)

Die Shop-Lösung ist erst der Anfang

Eine Website mit WordPress aufsetzen, die wichtigsten Plugins für Backups, Sicherheit, Auffindbarkeit konfigurieren und dazu WooCommerce installieren ist in ein paar Stunden (oder weniger) gemacht. Aber das ist erst der Anfang!

Weiteres zu den ersten Erkenntnissen in weiteren Folgen hier an dieser Stelle. Zum Beispiel, warum man Twitter braucht, wie man zu den ersten Bestellungen kommt, über Mithilfe durch Blogger, wie die Post funktioniert usw…

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Blechschilder, Teil 1: Wie es dazu kam

Leute in meinem Umfeld wissen wohl: zusammen mit Nici, Mitbewohnerin der #zVilla, betreibe ich seit Neustem den Blechschilder-Shop. Wie kam es dazu?

In dieser Blogartikel-Serie will ich ein paar Einblicke hinter die Kulissen geben. Vielleicht interessant für andere, die mit dem Gedanken spielen, einen Web-Shop im Nebenbetrieb zu starten. Die Geschichte ist live in Entwicklung – wir haben bei Weitem noch nicht alle Knacknüsse ge…knackt!

blechschilder

Kopf frei für Neues

Ich habe 14 Jahre lang das grösste “Social Network” für Bassisten im deutschsprachigen Raum betrieben – Bassic – in den letzten Jahren allerdings wegen längerer Abwesenheit vom Bass (und überhaupt von der Schweiz), Familie und der eigenen Firma nicht mehr mit viel Herzblut. Es standen Serverprobleme an, die eine grössere Migration nötig werden liessen. Too much für meine aktuelle Situation.

Es ergab sich eine für alle Beteiligten optimale Lösung und die Seite wird nun von einer Firma in Deutschland betrieben, die auch sehr viel Energie in die grosse Migration gesteckt hat. Und dafür einen Community Manager angestellt hat.

Back to E-Commerce

Obwohl ich noch im Dunstkreis des Themas noch 2 Online-Shops für T-Shirts etc betreibe (die aber “on demand” Lösungen sind, mit denen ich operativ nichts zu tun habe), wollte ich ein neues, konkretes Projekt starten. Etwas, das mir einerseits wieder mehr in meine Herkunft “E-Commerce” bringt (ich hatte den ersten Betty Bossi Online-Shop konzipiert und gebaut), andererseits viel Neues lernen lässt.

Im Zug meiner Hauptarbeit – ich mache KMU schlagkräftig im Web – wollte ich wieder etwas mehr “Hands-On”. Derzeit heisst das für mich: oft im Keller stehen und auf engstem Raum Karton-Verpackungen bauen(!), da wir eines noch nicht standardisiert haben: Verpackungen für 76cm x 30cm-Schilder :)

Team-Arbeit

Eines der Dinge, die ich mir ganz allgemein vorgenommen habe, ist die Arbeit in Teams. Als Selbständigerwerbender fehlt das, wenn man es nicht konkret einplant. So habe nun einige Projekte in Gruppen in Planung und regelmässige Online-Treffen eingerichtet etc. Für dieses Projekt war auch klar: alleine macht’s weniger Spass. Nici hatte erwähnt, dass sie mal einen Online-Shop betreiben wollen würde – nach kurzem Gespräch über die Produktidee war klar: den Blechschildershop.ch starten wir gemeinsam.

Wer Fragen hat: die Kommentarsektion unten ist offen :) In nächsten Folgen wird es darum gehen, wie man für unter CHF 100 einen Webshop baut und was wir unterschätzt haben. Usw.

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Wird mtGox verkauft?

Die bitcoin-Handelsbörse mtGox – früher eine der grössten – zeigt nur weiss. Nach vorne. Im Quellcode einen Hinweis auf einen bevorstehenden Verkauf.

Siehe da:

mtGox wird verkauft

Da steht in einem HTML-Kommentar: “put announce for mtgox acq here”.

ACQ kann bedeuten: Acquisition, also Kauf. Dass dieser Kommentar dort steht, muss natürlich nichts heissen. Natürlich muss mtGox wissen, dass ein solcher Kommentar sehr schnell entdeckt wird, wenn die Seite nur weiss zeigt.

Ein Verkauf würde denen etwas Hoffnung geben, die ihre Bitcoin und andere Guthaben auf mtGox verloren geglaubt haben (ich zum Beispiel).

Allzuviel würde ich allerdings nicht daraus lesen wollen – ich lebe damit und bin einfach froh, das Meiste von mtGox wegtransferiert zu haben und auf Litecoins gewechselt zu haben. Die nächsten Tage werden es wohl zeigen.

Im Blechschilder-Shop haben wir die Zahnlungsmöglichkeit Bitcoin bis auf Weiteres ausgesetzt, da die Umrechnung auf dem mtGox-Kurs baute. Da müssen wir wohl eine bessere Lösung finden. Immerhin waren 15% der Bestellungen via Bitcoin!

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Twitter: Bessere Instagram-Bilder in 3 Minuten

OK, zugegeben, in 3:44. Also schon fast 4 Minuten. Meiner Meinung nach lohnt es sich aber, sich ein paar Minuten zu nehmen, die Darstellung der Instagram-Bilder in Twitter zu verbessern.

Was ist das Problem?

Well, seit Twitter leer ausging in den Verhandlungen über den Kauf von Instagram gibt es ein grosses Problem: Instagram-Bilder werden nicht mehr in Twitter angezeigt.

Schlimmer wurde diese Tatsache im Herbst dann – Twitter wurde viel visueller.

Zudem kommt die Verwendungsart von Twitter dazu: immer stärker (logischerweise) mobil. Die Instagram-Links gehen schlichtweg unter – die Bilder werden nicht angezeigt. Ich merke selbst: ich verzichte meist auf einen Klick auf einen Instagram-Link – es ist zu mühsam: die Instagram-App öffnet sich und lädt sich und dann das Bild…

Nun kann man – dieses Feedback kam tatsächlich – der Ansicht sein: “egal, wenn man meine Bilder nicht anschaut, Hauptsache, ich habe sie auf viele Kanäle gestreut”.

Diese Einstellung versuchte ich aus verschiedenen Sichten zu verstehen – erfolgslos.

Einerseits ist es mehr als “unsocial” seinen Kontakten gegenüber (Hauptsache, ich spam sie voll) und andererseits auch als Kreator unverständlich (egal, ob man sie sieht).

Well, weiter mit denen, die etwas verbessern wollen.

Die simple Lösung

Eine simple und sozialere Lösung bietet IFTTT.

IFTTT Instagram Twitter

Damit kann man in wenigen Klicks erreichen, dass Instagram-Fotos in Twitter mit Vorschaubild angezeigt werden. Optionalerweise (what a nice word!) könnte man einrichten, dass es nur Bilder in Twitter postet, die man mit einem gewählten Hashtag versieht (zB “tw” – das werde ich wahrscheinlich noch so einrichten).

Wie simpel das geht – ab der Anmeldung in IFTTT – zeige ich in diesem Video:

Würde mich über eure Erfahrungen oder zusätzlichen Tipps in denj Kommentaren oder per Twitter freuen! Viel Spass mit besseren Instagram-Bildern in Twitter!

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Die Facebook-App wird böse

Heute Morgen wurde ich stutzig. Immer mehr Berechtigungen will die Facebook-App. Grenze erreicht?

Neu will also Facebook zum Beispiel auch mein Wifi ein/ausschalten (um mitten in der Nacht der NSA Zugriff zu geben?). Zudem SMS und MMS Lesen – das sind wir uns schon gewohnt von anderen Apps. Auch das aber sicherheitsrelevant. Zum Beispiel dort, wo wir 2-Wege-Logins via SMS verwenden. E-Mails an Gäste meiner Veranstaltungen senden ohne mein Wissen – muss denn das wirklich sein, Facebook?

Die meisten Menschen werden das einfach akzeptieren und weiter geht’s.

Viele machen sich keine Gedanken. Wie Frösche, die nicht merken, dass das Wasser zu kochen beginnt, wenn man es nur langsam aufwärmt. Gibt es für euch keinen Siedepunkt? Keinen Punkt, an dem ihr sagt: so, weiter nicht? Mir scheint: weil alle anderen die App halt verwenden, verwendet man sie halt auch (WhatsApp ist ja ein weiteres Beispiel für eine schlechte App, die alle benutzen).

Bei mir kommen andere Gedanken noch dazu: ich unterrichte Facebook für Unternehmen und Facebook Community Management. Das ist ein merkbarer Teil meiner Arbeit – einerseits an der SOMEXCLOUD und andererseits direkt bei KMUs. Kann ich die Facebook-App vom Smartphone löschen in meiner Position? Wenn nein: gibt es für mich keine Schmerzgrenze?

Ich glaube, wir sollten uns mehr Gedanken machen, wenn Apps immer mehr von uns sehen und auf Servern in den USA speichern können. Das ist seit Snowden und der NSA-Geschichte keineswegs mehr Verschwörungstheorie – das sollte allen klar sein.

Und dann will die Facebook-App noch an meinen Whisky – NEVER!

Update: ich habe die App gelöscht nicht mehr im Betrieb. Ohne das Smartphone zu rooten kann man leider das vorinstallierte Facebook nicht so einfach löschen. Bin nun aber ausgeloggt und habe die Updates deinstalliert. Ich verwende nun einfach die Mobilversion der Website – das hat keine Notifications, die hatte ich aber eh schon seit längerer Zeit abgestellt. Aus Konzentrationsgründen.

Facebook App Permissions

PS: Anbei den echten Screenshot ohne meine Whisky-Bastelei.
Facebook Permissions

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7 Social Media Profi-Tricks von Schweizer-KMUs

Sieben zentrale Taktiken, die Schweizer KMUs sehr erfolgreich im Social Web umsetzen. Take with some salt.

Ich wollte schon immer mal sowas machen und Judith hat von der App Reflector erzählt, das sie benutzt hat, um ihre Tipps für Video-Apps auf dem iPhone zu verbloggen. Ihre Artikel dazu: Video-App-Tipp für iPhone: FiLMiC Pro, Audiomonitoring mit iRig PRE und FiLMiC Pro.

Mit dem Tool Reflector, das man auf dem Mac oder auch Windows-PC installiert, wird der Mac/PC zum Empfänger für AirPlay. Die Reflector-App hat dann eine Aufnahme-Funktion eingebaut oder man kann einfach live das iPad/iPhone-Bild auf dem PC – und somit auf Projektor während dem Unterricht – anzeigen. Ich hoffe, ich finde gute Wege, damit meinen Unterricht bei SOMEXCLOUD zu unterstützen.

Social Media Tricks von Schweizer KMUs

Als erster Versuch – ich habe mit Screenflow aufgenommen, nicht mit der eingebauten Funktion – habe ich eine Liste von 7 Taktiken zusammengestellt, die Schweizer KMUs sehr oft im Social Web fahren. Nicht komplett ernst gemeint – ihr merkt das hoffentlich.

Natürlich kommt auf dem iPad meine hochgeliebte App Paper by 53 zum Einsatz, wie so oft. Hab mir vorgenommen, etwas mehr damit zu üben.

Social Media für Schweizer KMUs