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Blechschilder, Teil 7: Webmaster Tools

Neben den Herausforderungen in Real Life – Octavia vollstopfen mit Verpackungen usw, gibt es natürlich auch die kleinen Finessen.

Wer Google Analytics regelmässig anschaut, weiss: Google liefert praktisch keine Infos mehr zu den Suchbegriffen, über die Besucher auf die Website kamen. Das macht ein anderes Google-Tool.

Google Webmaster Tools

Google Webmaster Tools ist meiner Meinung nach eines der wichtigeren Tools, dier man als Betreiber einer Website, die in Google gefunden werden soll, unbedingt kennen und einsetzen muss.

Neben Informationen zur Anzeige in den Google Suchresultaten, die gecrawlten Seiten oder allfällige Probleme mit der Website, werden darin Informationen zu den Suchbegriffen angezeigt. Zu welchen man in den Suchresultaten erschien, an welcher Position und wie oft darauf geklickt wurde.

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Die Daten kann man zum Beispiel als Google Sheet exportieren.

Ein Beispiel, was man damit anstellen könnte

Hier zeige ich im Screencast, wie man Produkte findet, die schon gesucht werden, eine anständige CTR (Click Through Rate) in Google aufweisen, die aber mit etwas Optimierung (höhere Ränge) zu mehr Klicks führen würde. Manchmal (=oft) hat man nicht die Zeit, jedes einzelne Produkt aufs Mal durchzugehen.

Natürlich ist es auch sinnvoll, Produkte, die noch gar nicht auftauchen, in Bezug auf die Sichtbarkeit anzuschauen und zu verbessern. Wir betreiben hier aber den Blechschilder-Shop nebenbei – das sind spezielle Umstände ;-)

Zudem: Twitter besser als Facebook

Beides ist gut – für unterschiedliche Zwecke.

Wir hatten einige witzige Aktionen in Twitter. Twitter eignet sich dafür viel besser als Facebook, meiner Meinung nach – folgt uns dort doch. Eine davon hat Marcel Widmer verbloggt: “Eine sympathische Aktion beweist: Blechschilder sind in!“. Danke!


Aktuelle Zahlen

Da hat sich jetzt nicht die Welt bewegt, seit der letzten Ziehung. Umsatz CHF 12024.40, bisher 162 Bestellungen für total 404 Schilder oder Magnete. Durchschnittlicher Monatsumsatz: CHF 1717.77 (interessant, oder? Daran arbeiten wir).

PS: wir haben neu eine Kategorie für Sonderangebote: Rabatt-Box.

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Webinar erstellen?

Ich unterrichte im Rahmen von alike Sam Steiner KMU in Web-Sachen. Also digitale Strategie, Einsatz von entsprechenden Web-Tools und Social Web Themen. Oft vor Klassen (so ganz offline), manchmal eins zu eins via Google Hangout oder Skype. Nun möchte ich das Thema Webinar ausloten – also eine ganze “Klasse” online unterrichten.

webinar-guide

Webinar-Guide im Wiki-Format

Dieser Post wird eher wie ein Wiki-Artikel sein, das ich nach und nach anpasse mit meinen Erkenntnissen. Am Schluss sollte es eine Anleitung sein, wie man einen Webinar recht einfach (hoffentlich) erstellt, welche Webinar-Software man dazu verwendet. Dabei gehe ich von meiner Situation aus – Budget unter ca. CHF 1000 pro Jahr, möglichst einfach in der Handhabung. Falls jemand Fragen oder gar Erfahrungswerte/Ergänzungen hat, steht die Kommentarsektion dafür zur Verfügung.

Ich bin Google Hangout Fan. Die öffentliche Version davon – Google Hangouts on Air hat schon einige interessante Funktionen mit eingebaut. Fragen/Antworten-Modul zum Beispiel. Das werde ich testen. Ich werde aber auch versuchen, Vergleiche zwischen verschiedenen Anbietern (GotoWebinar, Webinar Jam, Easy Webinar usw.) zu machen.

Welche Funktionen brauche ich?

Hier wäre ich auch dankbar um eure Inputs. Bisher kommen mir für meine Umsetzung folgende Funktionen in den Sinn, die ich zwingend brauche, die aber auch teilweise im Kontext des Webinars eingebaut sein könnten – beispielsweise will ich neben offenen Webinars (für alle) auch solche für Mitglieder des Social Insider Letters anbieten. Oder Webinars, für die man sich registrieren muss. Schlussendlich müssen auch Möglichkeiten da sein, bezahlte Webinars anzubieten.

  • Aufnahme (für späteres Video)
  • Slides (einfach) einblenden
  • Fragen der Teilnehmer (Audio? oder Text)
  • Einfach für Teilnehmer!
  • Bedienbar durch eine Person
  • Live-Streaming an grössere Gruppe

Liste kann erweitert werden.

Fortsetzung folgt…

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Blechschilder, Teil 6: Lager + Versand auslagern

Ab sofort füge ich am Ende dieser Artikel über den Blechschilder-Shop auch einige Zahlen ein. Bestellungen und Umsatz und so. Zuerst zum Thema…

Da hat man einen Webshop auf die Beine gestellt und die ersten Bestellungen kommen rein. Man hat gemerkt: “ups, es gibt keine Verpackungen für die grossen Schilder!”, hat Stunden auf dem kalten Kellerboden gekniet, um aus alten Schachteln Verpackungen zu bauen. Hundert mal den Weg zur Post gemacht. Erleuchtung kommt bald: “hey, das ist nicht dein Hauptberuf!”

Verpackungen für grosse Schilder

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Eine Sofort-Erkenntnis war die: wenn ich für jede Bestellung eine halbe Stunde auf dem Boden rumkrieche, macht die ganze Sache keinen Spass. Die Woche wird irgendwann voll sein und die Rechnung geht komplett nicht auf. Wir haben eine Verpackungsfirma in Urdorf gefunden, die uns einen guten Vorschlag für eine Verpackung baute, die man für die grossen Schilder verwenden kann und sehr schnell verschlossen hat.

500 Stück liessen wir davon bauen. Es hiess, das wäre ungefähr 1 Palett. Mit dem Skoda Octavia bringe ich so ca 1 Palett Karton weg – easy. Allerdings sah die Sache leicht anders aus, als ich die Dinger abholen ging: 4 Paletten gestapelte Verpackungen warteten auf mich. Einige Fahrten mit dem Octavia.

Ca. CHF 2500 kosteten die Verpackungen inkl. der Stanzform, die wir bei der nächsten Produktion nicht nochmal bauen lassen müssen. Kostenpunkt als einige Franken pro Verpackung – aber dafür geht es unseren Knien besser (und wir sparen viel Zeit).
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Versand und Lager optimiert

Wir lernten schnell, dass man die Schilder besser hochkant im Gestell lagert, wenn man schnellen Zugriff darauf haben will. Wir richteten einen Raum ein mit Tisch und allen Utensilien, die wir brauchten, um schnell die Bestellungen zu verpacken. Inklusive Fuss-Schalter für den Baustellen-Scheinwerfer – damit der arme Sam sich nicht immer bücken muss. Wir wurden schnell, verpacken machte Spass.

Aber dann war bald klar: so werden Ferien schwieriger, so werden Bestellungen an vollgebuchten Tagen zum Stress. Überhaupt: langfristig geht es nicht, neben dem Job immer zur Post zu rennen. Verschärfend kam hinzu, dass Nici sich für eine gute Wohnungsgelegenheit entschied, und die zVilla (und somit das Lagerhaus) Ende Juni verliess – ihre Kellergestelle, die wir zum Lager umfunktioniert hatten, mussten geleert werden. Und ich hatte im Juli noch Schottland-Ferien geplant.

Wir mussten schnell eine langfristige Lösung finden.

Arbeitsintegrationsprojekt WTL

Ziel war also, ein flüssig laufendes “Fulfillment” bis Ende Juni einzurichten. Glück hatten wir durch den Tipp eines Freundes, beim WTL in Jona anzufragen. Das Werk- und Technologiezentrum bietet Menschen Hilfe, sich im Arbeitsmarkt wieder einzugliedern. Wir haben im Hinterkopf die Idee, dass Schilder auf Bestellung (mit Motiven oder Sprüchen der Kunden) produziert und versandt werden – auch in diesem Hinblick schien das WTL einen guten Partner zu sein.

Lange Rede, kurzer Sinn: auf Biegen und Brechen schafften wir es Ende Juni, das Lager umzuziehen, die Mitarbeiter im WTL über die Abläufe zu instruieren und unserem Baby “Tschüss” zu sagen (war ein spezieller Moment, nach all den Optimierungen).

Reibungsloser Ablauf

Um in die Ferien verreisen zu können (oder arbeiten zu können), war uns wichtig, dass Bestellungen, die durch Kunden direkt online bezahlt werden (Kreditkarte, PayPal oder Bitcoin), das WTL direkt übernimmt, ohne dass wir manuell irgendwas tun müssen.

Dazu hat Stefan Murawski (Folge-Empfehlung), den wir von Twitter her kennen und ein paar mal gesehen haben, kurzerhand ein Plugin für WordPress/WooCommerce geschrieben, das dem Benutzer “WTL” die richtigen Informationen anzeigt, um Bestellungen zu sehen, Lieferscheine zu drucken und wenn versandt, die Bestellung als erledigt zu markieren. Vielen Dank!

Nun sind wir daran, diese Zusammenarbeit mit dem WTL zu verfeinern und uns auch Gedanken zu den selbst gestaltbaren Blechschildern zu machen. Solche Projekte sucht das WTL, das sie umsteigen wollen von destruktiver Arbeit (TVs schreddern für Recycling) hin zu kreativer Arbeit, bei dem etwas entsteht.

Stats

Aktueller Umsatz bisher: CHF 10’926.84, Bestellungen: 142, Produkte verkauft: 356.

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Blechschilder, Teil 5: Blogger-Relations

Man hat einen Shop, der nicht gefunden wird. Natürlich kann man den ganzen Tag seine Twitter-Followers oder Facebook-Freunde mit Werbe-Tweets belästigen (was wir auch taten, haha + sorry) – eine sehr langfristige Strategie ist das nicht.

In dieser Serie sind bisher die Artikel Wie es dazu kam, Wie startet man einen Online-Shop?, Am Anfang steht die Arbeit und Besucherquellen erschienen.

Aktives Twitter-Netzwerk ist ein grosses Plus

Aber Twitter ist eine sehr wichtige Plattform in der “Buzz-Phase” (die eigentlich nie endet). (Facebook auch, wenn man Budget hat.) Twitterer sind eher die Engagierten, die Creators, die Bloggers, die Lauteren. Positiv gemeint.

Und so sind Nici und ich auf Twitter mit vielen vernetzt, die unser Projekt cool fanden und ihren Blog-Lesern zugeschnittene Gutscheincodes gaben. Oder fleissig retweeteten, via Twitter Ideen brachten oder unsere Inhalte auf Facebook teilten. Wir sind auf Twitter: @blechschilder und Facebook: Blechschilder (folge uns doch!).

Natürlich wird Twitter nichts bringen, wenn man sich einfach nur anmeldet und Links raus schleudert – das ist aber ein anderes Thema. Wir haben von Anfang an (auch über unsere Privataccounts @Nici1879 und @samsteiner) unser Umfeld in die Geschicht hinter den Kulissen miteinbezogen. Zum Beispiel, als es darum ging, eigene Verpackungen bauen zu lassen für die langen Schilder.

Und die dann später Palettweise mit dem Skoda Octavia abzuholen ;-)

Bleschilder Twitter Header

Blogger schreiben über unsere Schilder

So haben nicht nur ein paar Blogger unsere Schilder bestellt, sie haben auch darüber geschrieben. Seither kommen immer wieder Bestellungen mit den Gutscheincodes, die sie in ihren Blogposts einbauten (schlaue Leser werden hier vielleicht auf die Idee kommen…).

An diese Stelle passt der Aufruf: wenn du Blogger bist und findest, unsere Schilder cool findest und denkst, ein Artikel darüber würde in deinen Blog passen (geht vielleicht weniger in einem Blog über kotzende Katzen), melde dich bei uns: info@blechschildershop.ch.

Wir erhofften uns Sichtbarkeit im Publikum der Blogger – aber auch für Google-Spiders. Haben aber den Bloggern keine speziellen Links vorgegeben – und einige haben “nofollow” drin, was absolut sauber ist. Es hatte meiner Beobachtung nach aber schon einen positiven Effekt.

Kunden instagrammen und tweeten

Kunden haben uns via Instagram und Twitter Fotos zugeschickt von den montierten Schildern (sie kommen immer mit der richtigen Anzahl Nägel imfall!). Dazu wäre denkbar, dass man “unseren” Hashtag #blechschilder etwas stärker aktivieren würde – den Kunden als aktiver mitteilen würde, dass wir Bilder mit dem Hashtag sammeln. Bisher haben wir es nur auf der eher versteckten Seite “Love ❤” – für echte Fans – erwähnt.

Ausklang

Es gibt noch sehr viel mehr zu berichten. Zum Beispiel, wie wir es im Juni schafften, das ganze Lager und den Versand auszulagern, damit wir nun wieder Ferien machen können :-) Oder über Twitterer, die uns mit eigens gebauten Plugins sehr unkompliziert unterstützten.

Dazu in späteren Artikeln. Stay tuned. Vergiss nicht, bei Interesse auch die bisherigen Posts zu lesen.

In dieser Serie sind bisher die Artikel Wie es dazu kam, Wie startet man einen Online-Shop?, Am Anfang steht die Arbeit und Besucherquellen erschienen.

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Blechschilder, Teil 4: Besucherquellen

Da hat man einen Shop gebaut. Wenn die Produkte noch so fantastisch sind – wenn sie niemand sieht, was bringt’s?

Bomb Technician Blechschild

Anfangen tut’s bei Null. Der Shop ist eingerichtet – vielleicht sogar schön. Aber niemand sieht es. Die Reise fängt erst an.

In dieser Serie sind bisher die Artikel Wie es dazu kam, Wie startet man einen Online-Shop? und Am Anfang steht die Arbeit erschienen.

Quellen von Besuchern

Wir brauchen nun also Quellen von Besuchern. Leute, die auf unsere Website strömen. Und dann auch interessiert sind an den Produkten – und zu Käufern werden. Denn auch wenn eine Million Menschen unseren Shop besuchen aber kein einziges Schild wird verkauft – was bringt’s?

Google Analytics teilt die Besucher einer Website in verschiedene Quellen auf:

Quellen Google Analytics

  • Organic Search
  • Referral
  • Direct
  • Paid Search
  • Social

Grafik:
die aktuelle Aufteilung der Besucherquellen auf unserem Shop. “Social” war gerade am Anfang sehr stark, die “Organic Search” Reichweite war dann etwas mehr Arbeit (und dauert weiter an). Beides ist wichtig.

Organic Search – Besucher via Suchmaschinen

Anfänglich hat man davon nichts. Nur, weil wir eine Website erstellt haben, heisst das (glücklicherweise) noch lange nicht, dass sie in Google auftaucht. Erst recht nicht an einer Position, die auch angeklickt wird.

Was braucht es, damit wir bei Google erscheinen? Zuerst mal gut erfasste Inhalte. übersichtlich für den Besucher und lesbar für Google. Beispielsweise sollten in unserem Fall die Sprüche auf den Schildern auch als Texte auftauchen. Die Website sollte gut strukturiert sein, von Menschen lesbare Links aufweisen und im Idealfall mit einer sitemap.xml (Erklärung) die Struktur für interessierte Suchmaschinen offenlegen. Ich gehe nicht in alle SEO-Tiefen, das sprengt den Rahmen, aber stichwortartig einige Tipps:

  • sitemap.xml anlegen (gute CMS haben Funktionen oder Erweiterungen, die das tun)
  • Website bei Google Webmaster-Tools anmelden
  • Statistik-Tool einsetzen (wie zB Google Analytics)
  • gute Produktebeschreibungen (da sind wir noch dran)
  • Keyword-Recherche und -Tracking! (Thema für einen späteren Artikel)
  • wichtige Suchbegriffe auf der Website auch verwenden

Suchmaschinen-Optimierung darf nie spammig sein. Immer die gleiche Predigt: es muss in erster Linie auf die Besucher geachtet werden. Dabei vergisst man manchmal: in zweiter Linie muss natürlich trotzdem auch an Suchmaschinen gedacht werden – das ist nicht grundsätzlich böse.

Referral

Anfänglich hat man davon – auch hier nichts. Das sind Besucher, die irgendwo im Web einen Link geklickt haben, um unseren Shop zu finden. Dazu müssen natürlich an geeigneten Stellen – also dort, wo auch ab und zu mal eine interessierte Person auftaucht – Links zu unserem Shop platziert sein.

In unserem Fall heisst das zum Beispiel, dass wir in unserem Umfeld Blogger angefragt haben, ob sie interessiert wären, über unseren neuen Blechschilder-Shop zu schreiben. Einige Blogs haben dann darüber berichtet – bisher hatten wir über “Referral” immerhin über 500 Besucher auf der Website. Diese Zahl zu erhöhen ist wohl nicht so einfach. Links von Facebook oder Pinterest fallen in eine andere Kategorie: Social.

Direct

Anfänglich auch hier: nichts. “Direct” sind Menschen, die den Link zu unserem Shop kennen und in ihrem Browser eingeben. Oder Leute, die über Bookmarks in ihrem Browser her kommen. Oder auf einen Link in einer E-Mail klickten. Interessanterweise haben das in unserem Fall schon über 1’000 Leute getan. Das ist für mich noch ein wenig Mysterium. Wenn ich die Kurve jedoch anschaue, macht sie Sinn: in der Anfangsphase, als wir noch euphorisch (sorry) darüber in Facebook und Twitter kommunizierten passierten die meisten “Direct Hits”. Unser Shop war dann einfach mehr ein Thema.

Paid Search

Anfänglich: Ja! Es müsste besser einfach “Paid” heissen. Denn in diesem Bereich tauchen nämlich auch Besucher auf, die über Anzeigen in Facebook auf den Webshop kamen. Solche Besucher kann man im Prinzip von Tag 1 an auf die Website ziehen. Mit Facebook- oder Google AdWords-Anzeigen. Natürlich sollten man dabei eine Messbarkeit einbauen (Conversion Tracking in Google Analytics), um zu überprüfen, ob das Budget für Anzeigen sich auch wirklich rechnet.

Wir haben etwas experimentiert in den Anfangszeiten mit Facebook-Anzeigen und später auch mit Google AdWords.

Facebook-Anzeigen eignen sich gut, wenn man definiert hat, wie ein potentieller Kunde so tickt. Was seine Interessen sind, wie alt er oder sie ist usw. Man kann auch recht einfach Leute ansprechen, die schon auf der Website waren aber nichts gekauft haben.

Google AdWords eignen sich für den Fall, dass es Leute gibt, die explizit nach dem Produkt in Google suchen, oder – wenn man genügend Marge hat – wenn man sich ausrechnet, mit teureren Suchbegriffen wie “Geschenkidee” oder “Kundengeschenk” wirtschaftlich durchzukommen.

Social

Unser Champion bisher ist die Kategorie “Social”. Das kann natürlich auch von Tag 1 weg ziehen – vorausgesetzt, man hat eine gewisse Vernetzung auf sozialen Netzwerken wie Twitter, Google+ oder Facebook. Mit Pinterest machen wir auch schon die ersten Experimente – da denke ich aber, ist die Zeit in der Schweiz noch nicht so reif dafür (und wird evtl auch nie).

In unserem Fall ist Facebook auf Platz 1, dicht gefogt von Twitter auf Platz 2. Dann ist recht viel Abstand – was sich aber auch mit unseren Kraftaufwänden deckt. Twitter und Facebook sind für mich halt irgendwie die Platzhirsche – obwohl ich Google+ auch – aus verschiedenen Gründen – sehr wichtig finde.

Mein Tipp für Social: zuerst mit privaten Profilen anfangen (idealerweise schon im Jahre 2009 oder früher) und dann mit etwas Erfahrung im Rucksack die ganz unterschiedlichen Netzwerken angehen. Twitter ist komplett anders als Facebook. Google+ auch.

Wir haben nun eine kleine Facebook-Seite “Blechschilder”, einen Twitter-Handle @blechschilder und eine Google+-Seite Blechschilder. Und einen kleinen Anfang auf Pinterest: Blechschilder.

Quellen anzapfen ist wichtig

“Build it and they will come” – dieses Motto funktioniert schon lange nicht mehr.

Wir leben heute in einem Web der News-Streams (wer mehr dazu erfahren will, dem empfehle ich mein E-Book “12 Schritte für KMU” dazu) und müssen kämpfen um Aufmerksamkeit. Dazu müssen wir uns auch immer bewusst sein, welche Massnahmen einen langfristigen Charakter haben – und welche sehr kurzfristig wirken.

In diesem Artikel habe ich erst mal einiges gesagt zu den verschiedenen Quellen und gezeigt, welche von Anfang an ziehen und welche Aufbauarbeit benötigen. Von heute auf morgen hat man keinen ratternden Webshop – auch wenn man für ein Schickimicki-Design viel Geld ausgegeben hat. Stay tuned (und schau mal in den Shop) ;-)

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Blechschilder, Teil 3: Es geht los… mit Arbeit

In dieser Serie sind bisher die Artikel Wie es dazu kam und Wie startet man einen Online-Shop? erschienen.

Gäng we mer sich’s richtig überleit – merkt mer dass’s ned geit. (Mani Matter)

In diesem Sinne mein Motto: starten und sich von Herausforderungen überraschen lassen. Die zeigen sich relativ schnell.

WordPress hat man mit etwas Routine sehr schnell installiert, etwas Zeit braucht die Konfiguration der wichtigsten Plugins. Einen WooCommerce-Shop ist darauf im Nu installiert. Das braucht dann schon einige Stunden Konfiguration – bevor es losgeht.

Und einige Stunden Performance-Tuning (da sind wir noch nicht am Ziel) – mehr dazu in einem späteren Artikel. Fangen wir etwas früher an.

Lieferant aus China?

Wir mussten erst mal einen Lieferanten für unsere Schilder haben.

Da gibt es die chinesischen Anbieter, beispielsweise. Dazu habe ich einige Stunden auf Alibaba verbracht. Sehr interessant – da kann man sich echt verlieren. Ich fand natürlich Anbieter. Die sind auch recht flink im Beantworten von Anfragen. Problem da: man hat von jedem Design eine Mindestbestellmenge von 240 Stück. Das ist dann so gegen 100kg – nur 1 Design. Wir wollten aber mit mindestens 60 Designs (mittlerweile sind über 130 Designs im Shop).

Der Import von China mit den ganzen Aufwänden für Hafengebühren, Zollabfertigung, Koordination der Frachtanbieter etc. lohnt sich erst ab ein paar Paletten – Overkill für uns.

Wir haben nun einen Lieferanten, der sehr gut zusammenarbeitet und dem wir Vertrauen entgegenbringen für faire Produktionsbedingungen in den Herstellungsländern. Dieser Lieferant arbeitet hauptsächlich mit Produktionen in China und Indien und besucht die Fabriken auch (und unterstützt ein Schulprojekt in Indien).

Bessere Lösung: Lieferant aus Europa

Für unseren Start die viel bessere Lösung: wir fanden einen Lieferanten in Europa, bei dem wir von jedem Design jeweils 4 oder mehr Stück bestellten. Natürlich mit einiges höheren Preisen – aber es gab uns die wichtige Möglichkeit, gleich von Beginn weg ein grosses Sortiment anbieten zu können.

Die erste Bestellung von 280 Schildern mit 60 verschiedenen Designs war dann sehr bald unterwegs. Grosser Vorteil: innerhalb von Europa kann ein Transportunternehmen (in unserem Fall UPS) die ganze Geschichte ohne grosses Hin-und-Her erledigen.

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Die grosse Arbeit

Die Blechschilder kamen also an, wurden im Keller einigermassen organisiert eingelagert. Der Shop war konfiguriert. Aber leer. Scheinbar stellen sich die Produkte nicht automatisch rein.

Früher baute ich nur die Shops, hatte mit den Inhalten nichts zu tun, ausser Schnittstellen bereitzustellen, um die Produktedaten nächtlich einzulesen (oft wurden sie nachts als CSV-Files(!) per FTP angeliefert). Bei einem kleinen Shop wie unserem werden die Produkte oft direkt im Shop eingepflegt.

Da zeigte sich: für WooCommerce sollten die Produktebilder quadratisch sein. Also erst mal ein Batch-Script in Photoshop erstellen, das einen Ordner mit Originalbildern mit weiss auffüllt, bis sie quadratisch sind, und in einem Zielordner speichert.

Dann Produkt für Produkt im Shop erfassen: Titel, Beschreibung, Grösse, Preis, Lagermenge, Kategorie, Tags und Bilder. Das sechzig mal ist nicht die coolste Arbeit für mich.

Und von den meisten Produkten werden wir bessere Bilder machen müssen.

Blechschilder erfasst… erste Bestellungen – und jetzt?

Als die Produkte dann erfasst waren, ging es mit Bestellungen los. Zahlungsmöglichkeiten waren anfangs Kreditkarten/PayPal oder Bitcoin. Witzigerweise wurden 3 der ersten 20 Bestellungen per Bitcoin bezahlt. Bitcoin haben wir inzwischen aber temporär deaktiviert – wegen technischen Problemen (unser Plugin holte den Umrechnungskurs von mtGox).

Da tauchen die neuen Herausforderungen an: man muss Schilder versenden.

Es gibt zB für unsere langen Schilder (76cm oder 81cm) keine erhältlichen Verpackungen. Das heisst: bei Firmen nach alten Kartons fragen und auf den Knien im kalten Keller daraus Verpackungen bauen. Keine langfristige Lösung. Wie wir unsere eigenen Verpackungen bauen liessen in einem weiteren Artikel…

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Blechschilder, Teil 2: Wie startet man einen Online-Shop?

Im ersten Teil dieser nach oben(?) offenen Serie ging ich darauf ein, wie wir überhaupt dazu kamen, den Blechschilder-Shop zu starten.waiting for a sign

Wie startet man einen Online-Shop – so im Kleinen? Wir hatten Produkte, relativ unkomplizierte sogar. Da muss man heute das Rad nicht neu erfinden.

Eigenbau ist doof

Ich vertrete in meiner Web-Arbeit sehr stark die Meinung, dass selbstgemachte Online-Lösungen vom Teufel sind. Sprich: man bindet sich und ist nicht mehr frei. Man zahlt viel zu viel für Weiterentwicklung usw.

Wenn eine Web-Agentur ein selbstgebautes CMS anpreist: Hände weg! Agenturen knebeln Kunden damit bei hohen Preisen und Weiterentwicklungen gehen viel langsamer voran als bei bekannten Open-Source-Projekten. Lukrativ – wenn Kunden gar nicht wegwechseln können, wenn sie dann gemerkt haben, in was sie geschlittert sind.

Kommt oft vor, imfall.

Natürlich erfordern spezielle Projekte spezielle Lösungen. Die auffallenden Produkte benötigen oft individuelle Lösungen. Und bei einer grossen Firma spielen die Kosten (im Verhältnis) eine untergeordnete Rolle. Aber wenn es um einen einfachen Shop geht mit simplen Produkten im Nebenbetrieb – ganz klar: bestehende Systeme einsetzen.

Welche Shop-Lösung?

Diese Frage habe ich getweetet, als es noch nicht konkret um Blechschilder ging:


Magento ist eine bekannte Shop-Lösung. In Gesprächen mit Entwicklern aus dem E-Commerce lernte ich: dafür ist viel Server-Leistung nötig, wenn es flüssig laufen soll.

Weil ich sehr viel für Kunden und eigene Projekte mit WordPress arbeite, lag es auf der Hand nach einer Lösung zu suchen, die gut spielt mit WordPress.

Nach diesen drei Empfehlungen für WooCommerce – mit dem ich bisher keine aktive Erfahrung hatte – war für mich klar: das muss ich so austesten, damit gewinne ich auch wichtige Einsichten für meinen Beruf. Wenn es sich als nicht ideal erweist: umso besser: dann kann ich wechseln und habe noch mehr gelernt :)

Die Shop-Lösung ist erst der Anfang

Eine Website mit WordPress aufsetzen, die wichtigsten Plugins für Backups, Sicherheit, Auffindbarkeit konfigurieren und dazu WooCommerce installieren ist in ein paar Stunden (oder weniger) gemacht. Aber das ist erst der Anfang!

Weiteres zu den ersten Erkenntnissen in weiteren Folgen hier an dieser Stelle. Zum Beispiel, warum man Twitter braucht, wie man zu den ersten Bestellungen kommt, über Mithilfe durch Blogger, wie die Post funktioniert usw…

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Blechschilder, Teil 1: Wie es dazu kam

Leute in meinem Umfeld wissen wohl: zusammen mit Nici, Mitbewohnerin der #zVilla, betreibe ich seit Neustem den Blechschilder-Shop. Wie kam es dazu?

In dieser Blogartikel-Serie will ich ein paar Einblicke hinter die Kulissen geben. Vielleicht interessant für andere, die mit dem Gedanken spielen, einen Web-Shop im Nebenbetrieb zu starten. Die Geschichte ist live in Entwicklung – wir haben bei Weitem noch nicht alle Knacknüsse ge…knackt!

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Kopf frei für Neues

Ich habe 14 Jahre lang das grösste “Social Network” für Bassisten im deutschsprachigen Raum betrieben – Bassic – in den letzten Jahren allerdings wegen längerer Abwesenheit vom Bass (und überhaupt von der Schweiz), Familie und der eigenen Firma nicht mehr mit viel Herzblut. Es standen Serverprobleme an, die eine grössere Migration nötig werden liessen. Too much für meine aktuelle Situation.

Es ergab sich eine für alle Beteiligten optimale Lösung und die Seite wird nun von einer Firma in Deutschland betrieben, die auch sehr viel Energie in die grosse Migration gesteckt hat. Und dafür einen Community Manager angestellt hat.

Back to E-Commerce

Obwohl ich noch im Dunstkreis des Themas noch 2 Online-Shops für T-Shirts etc betreibe (die aber “on demand” Lösungen sind, mit denen ich operativ nichts zu tun habe), wollte ich ein neues, konkretes Projekt starten. Etwas, das mir einerseits wieder mehr in meine Herkunft “E-Commerce” bringt (ich hatte den ersten Betty Bossi Online-Shop konzipiert und gebaut), andererseits viel Neues lernen lässt.

Im Zug meiner Hauptarbeit – ich mache KMU schlagkräftig im Web – wollte ich wieder etwas mehr “Hands-On”. Derzeit heisst das für mich: oft im Keller stehen und auf engstem Raum Karton-Verpackungen bauen(!), da wir eines noch nicht standardisiert haben: Verpackungen für 76cm x 30cm-Schilder :)

Team-Arbeit

Eines der Dinge, die ich mir ganz allgemein vorgenommen habe, ist die Arbeit in Teams. Als Selbständigerwerbender fehlt das, wenn man es nicht konkret einplant. So habe nun einige Projekte in Gruppen in Planung und regelmässige Online-Treffen eingerichtet etc. Für dieses Projekt war auch klar: alleine macht’s weniger Spass. Nici hatte erwähnt, dass sie mal einen Online-Shop betreiben wollen würde – nach kurzem Gespräch über die Produktidee war klar: den Blechschildershop.ch starten wir gemeinsam.

Wer Fragen hat: die Kommentarsektion unten ist offen :) In nächsten Folgen wird es darum gehen, wie man für unter CHF 100 einen Webshop baut und was wir unterschätzt haben. Usw.

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Wird mtGox verkauft?

Die bitcoin-Handelsbörse mtGox – früher eine der grössten – zeigt nur weiss. Nach vorne. Im Quellcode einen Hinweis auf einen bevorstehenden Verkauf.

Siehe da:

mtGox wird verkauft

Da steht in einem HTML-Kommentar: “put announce for mtgox acq here”.

ACQ kann bedeuten: Acquisition, also Kauf. Dass dieser Kommentar dort steht, muss natürlich nichts heissen. Natürlich muss mtGox wissen, dass ein solcher Kommentar sehr schnell entdeckt wird, wenn die Seite nur weiss zeigt.

Ein Verkauf würde denen etwas Hoffnung geben, die ihre Bitcoin und andere Guthaben auf mtGox verloren geglaubt haben (ich zum Beispiel).

Allzuviel würde ich allerdings nicht daraus lesen wollen – ich lebe damit und bin einfach froh, das Meiste von mtGox wegtransferiert zu haben und auf Litecoins gewechselt zu haben. Die nächsten Tage werden es wohl zeigen.

Im Blechschilder-Shop haben wir die Zahnlungsmöglichkeit Bitcoin bis auf Weiteres ausgesetzt, da die Umrechnung auf dem mtGox-Kurs baute. Da müssen wir wohl eine bessere Lösung finden. Immerhin waren 15% der Bestellungen via Bitcoin!